Tanulmányok Budapest Múltjából 22. (1988)

VÁROSTÖRTÉNETI TANULMÁNYOK– STADTGESCHICHTLICHE STUDIEN - Létay Miklós: Óbuda parasztpolgárainak anyagi kultúrája és társadalma, 1848-1945, II. = Materielle Kultur und Gesellschaft der Bauernbürger von Óbuda, 1848-1945, II. 197-224

Grundriß teils unverändert, teils umgestaltet, abgeändert weiter. Im Hintergrund der Änderungen stand die Zunahme der Einwohnerzahl von Óbuda. Das Kapitel „Möbel, Inneres des Hauses, Wohnung" behandelt die Einrichtung. Die Möbel wurden von Tischlern angefertigt, ihr Stil entsprach jenem der zeitgenössischen einfachen, bürgerlichen Möbel. Die Einrichtung der einzelnen Zimmer bestand aus zwei Kleiderschränken, zwei Betten mit Lehne> zwei Nachtschränkchen, einem Waschtisch, einem Tisch, Stühlen und einem Spiegel. Das Kapitel „Ernährung,, stellt fest, daß in der Speisefolge der Bauernbürger von Óbuda keine speziellen Gerichte vorkommen, alle sind von den Tischen der zeitgenössi­schen Bürger bekannt. Auch die Zubereitungsweise weist keine starken Abweichungen auf, dennoch machen wir auf einige Besonderlichkeiten aufmerksam. Von diesen ist beispielsweise auffallend, daß Suppen, besonders Fleischsuppe, sehr beliebt waren. Das Kapitel „Kleidung" führt nur einige Daten an, da die Kleidung der Bauernbürger keinen besonderen Merkmale, nennenswerten Charakteristiken aufwies. Das Kapitel „Handwerk" stellt fest, daß sich die eigenhändige Bastlerei nur auf einige einfache Gegenstände und kleinere Reparaturen beschränkt hat. Das Kapitel „Die Gesellschaft der Bauernbürger" befaßt sich mit den Fragen der Abstammung, des Gebrauchs der deutschen Sprache, der Ehe, der Namensgebung, der Erziehung des Gemeinschaftslebens sowie der Vermögensverhältnisse und stellt hierauf fest, daß sich die im 18.—19. Jahrhundert noch gut bestimmbaren, im Schnittpunkt von drei verschiedenen Merkmalen befindlichen gesellschaftlichen Gruppen - das heißt die deutschsprachigen katholischen Bauern und die ungarisch sprechenden reformierten Handwerker — bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts aufgelöst hatten. 1910 beträgt die Zahl jener, die von irgendeinem Zweig der Landwirtschaft lebten, nur noch etwa 1200. Durch das Verschwinden des Bauernbürgertums und infolge des Aufkommen der Arbei­terschaft nach 1836 hat sich das Bild der Gesellschaft von Óbuda nicht nur geändert, son­dern zugleich auch unformiert. Abbildungen Leopold Varásdy: Situations Plan über die individuelle Aufnahme der intra­villan Gründe des Kron-Marktes Alt-Ofen. 1858-1861 (Budapest Főváros Levéltára - Archiv der Hauptstadt Budapest, Inv.-Nr. Óbuda 1) Haus Harrer P. u. 32, erbaut 1827 Haus Kiscelli u. 29 (Foto: J. Harsányi, 1967) Haus Pacsirta u. 11 Hof des Hauses Kórház u. 28 (Foto: M. Erdélyi) Hinterhof des Hauses Kórház u. 28. (Foto: M. Erdélyi) Hof des Hauses Kerék u. 11 (Foto: M. Erdélyi) Föld u. 10, 12, 14 (Foto: M. Erdélyi) Kerék utca (Foto: M. Erdélyi) 214

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