Tanulmányok Budapest Múltjából 18. (1971)

Felhő Ibolya: Mária Terézia úrbérrendezése a Buda és Pest környéki helységekben = Die urbariale Regulierung von Maria Theresia in den Ortschaften bei Buda und Pest 121-159

verursacht, oft kam es aber zu bedeutenden Verschiebungen innerhalb der Ort­schaft : einige Schichten geraten in eine vorteilhaftere, andere wieder in eine nachteilhaftere Lage. Unmittelbar vor der urbarialen Regulierung hatten von den elf Ortschaften Óbuda, Békásmegyer, Csepel, Palota und Csaba einen Vertrag. Anlässlich der Regulierung kam es nur mit Óbuda zu einem Vertrag, die übrigen haben ein Urbárium bekommen. Man schloss aber einen Vertrag mit Promontorium, das früher nach dem Gebrauch (Usus) leistete. In 1774 bekam dann Csepel und in 1777 Soroksár wieder einen Vertrag. Im allgemeinen ist es charakteristisch für diese neuen Verträge, dass sie das Landesurbarium zu Grund nehmen und die Leistungen nach der Anzahl der Bauern feststellen, während die Verträge früher die wichtigsten Leistungen von der Anzahl der Bauern unabhängig in einer Summe vorgeschrie­ben hatten. Ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor war in allen hier behandelten Ort­schaften der Weinbau. In den meisten Ortschaften wurden Weine von vorzüglicher Qualität geerntet, die man leicht und zu hohen Preis verkaufen konnte. Die Weingärten haben ausser ihren Inhabern auch zur Selbsterhaltung der Häusler beigeholfen, die keinen eigenen Weingarten besassen; sie arbeiteten nämlich als Lohnarbeiter in dem Weingärten. Ähnlich wie der Weinbau war es für alle elf Ortschaften charakteristisch, dass die Nähe von Buda und Pest ihre Wirkung stark ausübte. Die Einwohner erwähnten überall als einen Vorteil die Märkte von Buda und Pest, wo sie ihre Erzeugnisse verkaufen können. In den Ortschaften auf der Pester Seite wurden ausserdem die von Szeged resp. Szolnok nach dem Pester Salzamt geleisteten Salzfuhren als wichtige Einnahmequellen bezeichnet. Die Anziehungskraft der nahen Stadt zeigte sich am besten im Falle von Óbuda : anlässlich der urbarialen Reguleirung verlangte Óbuda geradezu seine Vereinigung mit Buda. 159

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