Póczy Klára: Forschungen in Aquincum 1969- 2002 (Aquincum Nostrum 2. Budapest, 2003)

8. Das religiöse Leben Aquincums im Spiegel der jüngeren Forschungen - 8.2. Römische Götter und der Kaiserkult (Krisztina Szirmai)

1986, Nr. 1). Auch der Typ des sitzenden Jupi­ter ist aus Aquincum bekannt (SZIRMAI 1973/1, 83-89). Oftmals erscheinen, wie bei den erst jüngst geborgenen Denkmälern, Jupiter zusammen mit Juno oder mit Juno Regina (Religions 1998, 77), (Abb. 2.) und zuweilen, wenn auch nicht allzu häufig, ist Juno sogar ganz allein abgebildet (SZIRMAI 1999/2, 7). Auch in Bezug auf die übrigen Gottheiten des römischen Pantheons können wir einige neue Ergebnisse verzeichnen, so wurde beispielsweise die Zusammenfassung über den Minerva-Kult in Aquincum fertiggestellt (ZSIDI 1993/1). (Abb. 3.) Epigraphische Denkmäler und Skulpturen der Vic­toria sind schon aus dem älteren Fundmaterial bekannt (ALFÖLDY 1963, T. NAGY 1971/3, 148; Gods, soldiers 1995, Nr. 6). Auf einem neueren Fundstück, einem durchbrochenen Schwertschei­denbeschlag aus Bronze, ist Victoria mit Kranz, Palmzweig und Schild dargestellt (SZIRMAI 1995/ 2, SZIRMAI 1996). (Abb. 4.) Außer Inschriftal­tären (ALFÖLDY 1963, 53-62) kamen in Óbuda 0 1 2 tm Abb. 4. Silberblech mit Victoria-Darstellung von einem Schwertbeschlag die Bauinschrift eines Hercules-Tempels (BANOSI 1984) (Abb. 5.) bzw. in Aquincum weitere für Hercules typische Denkmäler ans Licht (ALFÖL­DY 1963, 53-62; SZIRMAI 1986, Nr. 7). Zu Ehren der Fortuna und Nemesis errichtete Inschriftdenkmäler sind von mehreren Fundstellen bekannt (ALFÖLDY 1963, 50-61), und glückli­cherweise kennen wir auch einige den Göttinnen geweihte Kultstätten bzw. Heiligtümer. Bei den jüngeren Ausgrabungen konnten mehrere Exem­plare einer Kalksteinskulptur der Göttin Fortuna mit ihren charakteristischen Attributen geborgen Abb. 3. Minerva-Dar­stellung aus dem Alenkastell

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