Póczy Klára: Forschungen in Aquincum 1969- 2002 (Aquincum Nostrum 2. Budapest, 2003)

7. Kunstdenkmäler aus den jüngeren Forschungen - 7.3. Musikdenkmäler aus Aquincum (Judit Topái)

man zu gewinnen suchte, die ersten drei Zeilen abgeschlagen. Der Votivaltar war von Aur(elius) Ianuarius tvb(icen), also einem Tubaspieler, zur Zeit des Konsulats des Severus Alexander, in den Jahren 226 oder 229 gestiftet worden (SZILÁGYI 1950/3, 487, Abb. 9). 31 Schließlich gehört zu dieser Gruppe noch das in einem der frühen Teile des westlichen Gräber­feldes der Militärstadt (Bécsi út) ans Tageslicht gelangte Inschriftfragment einer Kalksteinstele 32 mit folgendem Text: D(is) M(anibvs) / C(aio) Val(erio) Sabiniano filio pio vix(it) an(nos) VI / et Val(eriae) Mamani (sie!) matri kar(issimae) / vix(it) an(nos) LXXX C(aivs) Val(erivs) / Martinvs corni(cen) / leg(ionis) IUI Fl(aviae) f(aciendvm) c(vravit) Da das Bildfeld dieses Grabdenkmals fehlt, wissen wir nicht, wie die Gestalt des Caius Vale­rius Martinus ursprünglich dargestellt war oder ob man sie überhaupt abgebildet hatte. Dennoch meinen wir, daß die Abkürzung corni hier nicht cornicularius, sondern cornicen, d. h. Hornist bedeutet. (Abb. 4.) Judit Topái Abb. 4. Grabstein des cornicen von C. V. Martinus, aus dem westlichen Gräberfeld der Militärstadt 31 Lapid. Aq. Inv. Nr. 64.10.123. 32 Lapid. Aq. Inv. Nr. 96.6.1; TOPÁL 1997/2, 62, wo die beiden ersten Zeilen der Inschrift in Folge eines Druckfeh­lers weggelassen wurden.

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