Bencze Zoltán - Gyulai Ferenc - Sabján Tibor - Takács Miklós: Egy Árpád-kori veremház feltárása és rekonstrukciója (Monumenta Historica Budapestinensia 10. kötet Budapest, 1999)
Takács Miklós: Lakóház-rekonstrukciók az Árpád-kori telepkutatásban (Tudománytörténeti áttekintés)
WOHNHAUS-REKONSTRUKTIONEN IN DER ÁRPÁDENZEITLICHEN SIEDLUNGSFORSCHUNG (WISSENSCHAFTGESCHICHTLICHES ÜBERBLICK) Diese vorliegende Studie überblickt diejenigen Rekonstruktionsversuche, die in der Erforschung des Hausbauwesens árpádenzeitlichen (10-13. Jh.) Siedlungen mit dörflichem Charakter entstanden sind. In der Studienarbeit wurden Grundrisse, Pläne der einzelnen Rekonstruktionsvorstellungen, Darstellungen und Detaillösungen neuveröffentlicht, um die Verschiedenheiten der einzelnen auch sichtbar zu schildern. Die Erforschung der Häuser des Gemeinvolkes aus der Arpádenzeit können wir auf zwei chronologische Phasen trennen. Die erste Phase wird von genauen Fragenstellungen, sowie von dem Mangel an sicheren Antworten gekennzeichnet. Vor der Erscheinung der ersten Analyse des István Méri (1952) fehlten die mit pünktlicher Methodologie freigelegten Grubenhäuser, so - weil es nichts besseres gab - leiteten die Wissenschaftler und Forscher des Jahrhundertbeginns einige archaischen oder als archaisch vermuteten Typen der neuzeitlichen Bauernarchitektur vom Mittelalter ab. Die Erforschung dieser frühen Zeitperiode wurde am meisten von der Tätigkeit des Ottó Herman beeinflußt. Er argumentierte für den altungarischen Ursprung und für die ununterbrochene Weiterexistenz der runden Fischerhütten aus Ungarn. (Abb. 1) Der oben schon erwähnte István Méri war nicht nur der, der zuerst in der ungarischen Archäologie Dörfer mit der Verwendung einer genauen Methodologie ausgrub, sondern auch der Wissenschaftler, der zuerst árpádenzeitliche Grubenhausrekonstruktionen ausarbeitete. (Abb. 3-4.) Die Grundrißzeichnungen beziehungsweise deren Rekonstruktionen, die István Méri entwarf, übten auf die ungarische Forschung eine bedeutende Wirkung aus, diese Wirkung können wir z. B. auf den Zeichnungen von Júlia Kovalovszki, Gyula László, Csilla Siklódi und István Ughy gut beobachten. (Abb. 2., 5-8) Es ist eine Tatsache, daß zur Zeit der Entstehung dieser Studie, also nach mehr als drei Jahrzehnten nach der Erscheinung der zitierten Arbeit von István Méri, die Rekonstruktion der Grubenhäuser ohne emporragende Wände, nur mit einem sich auf der Erde stützenden Satteldach mit einem oder zwei Giebeln zu rekonstruieren sind. Es ist aber leider auch eine Tatsache, daß die Popularität der Rekonstruktionen des István Méri zu einer Uniformisierung der Forschungen beigetragen hatte, was István Méri weitaus nicht beabsichtigte. Er selbst hat nämlich betont, daß es auch andere Lösungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen sind. Diese Tatsache unterstreicht die Wichtigkeit der Rekonstruktionszeichnungen von Andrea Vaday, Gábor Vékony, Ágnes Cs. Sós, dr. Katalin Irás-Melis (Abb. 8-16) wo man auch die verschiedenen Varianten der Grubenhäuser mit vier emporsteigenden Wänden und mit Zeltdach finden kann. Nach der Beo-