Havassy Péter - Selmeczi László szerk.: Régészeti kutatások az M0 autópálya nyomvonalán 1. (BTM műhely 5/I. kötet Budapest, 1992)

H. HANNYERZSÉBET: Kelta település nyomai az MO autópálya nyomvonalán (Szigetszentmiklós-üldülősor, -Vízműtelep)

Art auch unter den Typen bemalter Keramik. Unter den Keramikfragmenten sind noch die Töpfe mit sanft ausgebogenen Rändern, also Fragmente kleiner Töp­fe, die auf dem Hals und Schultern mit Rippen verziert sind, Rippen die sich veränderlich ausheben (6. Bild 4. Abb.). Sie sind charakteristische LT D Typen. Die nächste Gefäßform unserer Siedlung ist die graue und gelbich-graue Variante der eiförmigen Gefäße aus der Gruppe der bemalten Keramik (15. Bild l.Abb.). Diese Form ist auch im westlichen keltischen Material zu finden, ebenso wie die bemalte Variante. Die aus fei­nem Material gemachte, pollierte, mit eingeglätteter Verzierung versehene sirmische Gefäße kann man aber auch her einreihen. Sie kamen auch in Ungaren in großer Anzahl zum Vorschein (Budapest, Regöly, Velem, Pécs usw.). Sie sind charakteristische LT D Typen. unter den Vorratsgefäßen sind auch Fragmente zu finden, die ein weites Mundloch, ausgebogenen Rand haben, mit Rippen verziert sind und eine ähnlichkeit mit den italienischen Dolium aufweisen. Diese sind bei gallischen Siedlungen, aber auch auf der Tiefebene bekannt. Ihre Verwendung ist auf das Ende der LT Periode zu setzen. Es kamen noch zum Tageslicht Bruchstücke einiger mit Hand geformter Gefäße — die im ForschungsprozeJ3 den Namen „dakische Keramik" bekamen. Weit und breit in Europa kommen diese zusammen mit der grauen Ware vor, und sind charak­teristische Funde der späten LT. In unserer Siedlung wurde auch ein Krug mit zwei Henkel gefunden (15. Bild 2. Abb.). Es ist ein wesent­lich seltener Gefäßtypus. Ist wahrscheinlich eine Vari­ante der von Márton Lajos „pseudo-kantharos" ge­nannte Form, eine Amphore ohne Sohle mit dreifach geteiltem Henkel. Es ist noch interressant und erwäh­nungswert, das wir auf einigen Fundstückfragmenten Löcher finden, die aus einer Ausbesserung stammen. Wir lernten bei der Siedlung drei Grubenarten ken­nen: die Bienenkorb-förmige, die muldenförmige, und die Grube mit senkrechtem Wand und flachem Boden. Wir fanden unter ihnen so verkleimte als auch glatte Gruben. Das Fundmaterial konnte man auf so einer Weise nicht unterscheiden. Einer der zwei, als Häuser bezeichnete Objekte der Siedlung ist ein von Pfosten gehaltenes Haus mit Haupt balken, mit in die Erde eingetieften, viereckigen Fuß­boden, mit einem Herd und mit emporsteigenden Wänden. Diese Typen sind auf den meisten keltischen Fundorte zu treffen. Die erste Wohngrube weicht der früher geschilder­ten ab. Wir fanden in sie keine Ofenspuren. Der Da­chaufbau wurde von vier (zwei dickere und zwei schlankere) Pfosten gehalten. In den Pfostenlöcher drängte man sogar Festigungsteine und Steinkeile. Im Innern war eine große ovale Grube (19. Bild 1. Abb.). Warscheinlich war sie ein wirtschaftliches Gebäude, diente als Speicher. Wir können das Objekt als eine mit Halbdach geschützte Miete rekonstruieren. Die of­fene Eingangsseite schaute in nord-östliche Richtung, in die Richtung wohin der Wind dominierend wehte. Die Seiten und der Dach wurde mit Schilf und Gras bedeckt-Materiale, die in der Umgebung reichlich zu finden waren. Die Separierung der zwei Fundorte, die im Katalog behandelt sind, verwendete ich um die Arbeit besser durchsehbar zu gestalten. Nach meiner Beurteilung ist es nicht die Rede über zwei verschiedene Siedlungen. Die selben Typen der gefundenen Gegenstände, die gleiche Datierung, und die Nähe der Fundorte erlaubt diese Voraussetzung nicht. Auf Grund der Funde ist es klar, daß es über eine spätkeltische, dörfliche, kurzdauernde, ufernahe Sied­lung die Rede ist. Ihre Bewohner beschäftigten sich mit Metallbearbeitung (Eisenschiotter, Brandabfälle) Vieh­zucht (zwischen den bestimmten Tierknochen waren Rindvieh-, Ziege-, Schaf- und Schweineknochen) mit Ackerbau und darüberhinaus wahrscheinlich mit Töp­ferei (Graphitklumpen, Verwendung von eigentümli­chen Ton). Außer der selbst angebauten Lebensmittel kam auch Fleisch gejagter Tiere auf dem Tisch. Im Knochenfund befanden sich Auerhuhn, Wasservögel, Hirsch und Wildschweinknochen. Die Untersuchung der Gesamtkeramik weist da­rauf, daß unsere Siedlung zu der LT D Periode gehört. Auf Grund der nahesten Paralellen können wir fest­stellen, daJ3 die Funktion der Siedlung auf die zweite Hälfte des I. Jahrhunderts v. u. Z. zu setzen ist. Sie exsistierte beinahe in gleicher Zeit mit den Siedlungen aus Békásmegyer und Tabán-Gellérthegy.

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