Budapest Régiségei 41. (2007)
TANULMÁNYOK - TÖRÖK Enikő: Mikoviny Sámuel Pestet, Budát és Óbudát ábrázoló 1742. évi térképe
DIE KARTE VON PEST, BUDA UND ÓBUDA VON SÁMUEL MIKOVINYI AUS DEM JAHRE 1742 Im Bergbauarchiv von Selmecbánya habe ich eine handgeschriebene Karte von dem IngeniuerKartographen Samuel Mikovinyi (1700-1750) entdeckt. Die Karte ist farbig, unbeschriftet und zeigt Pest, Buda und Óbuda. Mikovinyi hat 1731 und 1736 astronomische Beobachtungen in Pest und Buda durchgeführt. Das Ergebnis hat er auf einem Blatt, in der Epistole, im „Observatio eclipseos lunae ... anno 1736", und im Monitum II. publiziert. Er hat Pest, Buda und Óbuda einer Grundrißzeichnung ähnlich auf den Karten von Jászkunság (1731), vom Komitat Pest-Pilis-Solt (1732) sowie Pest und Pilis auf Kupferstich (1737) abgebildet. Mikovinyi ist im Jahre 1742 als Ingenieur in Pest-Buda eingetroffen. Im Auftrag der Hofkammer hat er untersuchen sollen, ob die im Bau befindlichen Salz- und Getreidelager von Pest aus militärischer Sicht irgendwelche Gefahr für die Budaer Burg bedeuten könnten. Eine der Karten, die er der Meldung vom 1.September beigefügt hat, zeigt das Gelände um das Getreidelager herum mit einem Teil der Budaer Burg. Dieser Bericht befindet sich heute im Kammerarchiv in Wien. Nach Mikovinyi's Tod am 23. März 1750 sind sowohl bei den Regierungsbehörden, als auch bei seiner Frau Karten zurückgeblieben. Von denen bei seiner Frau hat Matthias Zipser 1751 ein Register zusamenngestellt. Unter Nr 40. finden wir einen Teil des Grundrisses von Buda und Pest. Sie ist die unvollendete Variante der oben gennanten Karte aus 1742, die im Hofkammer aufbewahrt ist. Das abgebildete Gebiet, d.h. die Budaer Burg, die fliegende Brücke und die Umgebung des Salzund Getreidelagers in Pest sowie die Profilzeichnung auf den beiden Karten stimmen miteinander überein, aber auf dieser Karte kann man nur zwei Beschriftungen lesen, es fehlt die Zeichenerklärung und der Maßstab. Sie soll eine der Karten gewesen sein, die das Amt des Kammergrafen von der Witwe übernommen hat - auf diesem Wege ist sie in das Archiv von Selmecbánya gekommen. Ich habe bei meiner Forschungsarbeit in Selmecbánya auch die Karte Nr. 34. des Zipser-Registers gefunden. Das Blatt zeigt den unvollendeten Grundriss der Städte Buda und Pest und den der Burg. Dieser glückliche Zufall ist der Tatsache zu verdanken, dass beide Karten unter der gleichen Signatur registiert waren. Diese schöne, farbige Manuskript-Karte ohne Titel zeigt ein grössere Einheit: das ganze Gebiet von Pest, Buda und Óbuda - jedoch ohne Beschriftung. Dieser Stadtplan kann als ein Teil des Grundrisses von Buda und Pest von 1742 datiert werden. Mikovinyi hat die Karte vermutlich im Jahre 1742 gemacht, als er in Angelegenheit des Salz- und Getreidelagers Pest-Buda besucht hat und einen Teil der Stadt vermessen hat. Er hat im Jahre 1749 sogar an den Bauarbeiten des Budaer königlichen Schlosses teilgenommen. In dem obengenannten ZipserRegister finden wir folgende, für den Burgbau bedeutende Sätze: Nr. 23. ist der Grundriss des unterirdischen Teils eines Burggebäudes (vermutlich Buda); die Nr. 38. ist die Zeichnung der Zisterne in der Budaer Burg; die Nr. 39. ist eine Skizze zum Grundriss des Schlossgebäudes in Buda; die Nr.62. zeigt den Grundriss der Budaer Burg, der zum Ausbau der Wasserleitung gezeichnet wurde. Hoffentlich werden bei den weiteren Forschungen auch diese Mikoviny-Karten zum Vorschein kommen.