Budapest Régiségei 34. (2001)
STUDIEN = TANULMÁNYOK - Pochmarski, Erwin: Zur Ikonographie und Chronologie der römischen Sarkophage aus Brigetio 201-221
bekleidet und mit Helm, Lanze und Schwert bewaffnet. Auf der linken Nebenseite des Sarkophagkastens ein bärtiger Reiter nach rechts, bekleidet mit sag um (mit Scheibenfibel), tunica manicata und braccae; vor dem Reiter ein Diener mit kurzer, gegürteter, geschürzter und um die Hüften gebauschter tunica manicata und braccae; in der gesenkten Rechten hält er die vitis seines Herrn. Auf der rechten Nebenseite des Sarkophagkastens finden sich zwei vertiefte Felder, die durch eine glatte Leiste voneinander getrennt sind; im linken Feld steht ein Soldat, der mit tunica und braccae bekleidet, mit Helm und Kettenhemd (lorica Itamata) sowie der Lanze (hasta) in der erhobenen Rechten, dem Schild (scutum) an der Linken und dem Schwert (spatha) am Schulterriemen (balteus) bewaffnet ist; im rechten Feld steht der bärtige centurio in der Dienstuniform mit sagum und Scheibenfibel, tunica manicata und braccae; in der rechten Hand hält er die vitis, in der linken eine Schriftrolle. Deckel: im Mittelakroter ist der Verstorbene auf einer Kline liegend als Ganzfigur dargestellt; im linken Seitenakroter ist ein Diener mit kurzer, gegürteter tunica wiedergegeben, das rechte Seitenakroter ist abgebrochen. 19) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. 73.96.1 (Deckel) + 73.96.2 (Kasten): PAULOVICS 1941. 152 Taf. 20,1; BARKÓCZI 1951. 41. 56 Nr. 95 Taf. 20.2; UBL 1969. XLf. Nr. 17 Taf. 7,27.28 Abb. 183. 426; BARKÓCZI 1976. 164f. Nr. 506. - Tabula mit zweifach profiliertem Rahmen; in den beiden mit einem Dreieckgiebel abgeschlossenen Seitenfeldern steht jeweils ein Soldat. Der linke Soldat ist mit der tunica manicata, die mit einem Ringschnallencingulum gegürtet ist, und braccae bekleidet; er trägt ein sagum, das auf der rechten Schulter von einer Scheibenfibel gehalten wird; in der rechten Hand hält der Soldat einen Messstab, in der linken ein Beil. Der rechte Soldat hat die entsprechende Bekleidung, hält aber mit der gesenkten Linken eine Benefiziarierlanze, während die Schwurfinger der rechten Hand auf dem kugelförmigen Abschluss der Lanze ruhen. 20) Sarkophag, Hódmezővásárhely, HG: CIL III 11019; BARKÓCZI 1951. 42. 57 Nr. 123 Taf. 24,1; UBL 1969. LVf. Nr. 36 Taf. 14,51 Abb. 411; BARKÓCZI 1976. 178f. Nr. 529 Abb. 158; FITZ 1993. 928 Nr. 624. - Tabula ansata mit zweifach profiliertem Rahmen. In den oben mit dem norisch- pannonischen Volutenornament abgeschlossenen Seitenfeldern steht jeweils ein Soldat. Die linke Figur hält in der Rechten einen schweren Centurionenstab (vitis), die rechte eine Benefiziarierlanze. Beide Soldaten tragen das sagum, die tunica manicata und braccae. Deckel: im Mittelakroter finden sich die Halbfiguren eines Ehepaares, rechts der bärtige Mann im sagum, links die Frau mit Melonenfrisur und palla (?); die Eckakrotere zeigen Masken. C) Sarkophag mit dionysischen Figuren 21) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. 73.100.1: PAULOVICS 1941. 132f. Taf. 16,6; AE 1944. 118; BARKÓCZI 1951. 4L 56 Nr. 97 Taf. 21,1; BARKÓCZI 1976. 168f. Nr. 512. - Tabula mit dreifach profiliertem Rahmen, der seitlich von dem norisch-pannonischen Volutenornament abgeschlossen wird; in den von einer einfachen Rahmenleiste eingefassten Seitenfeldern finden sich zwei Figuren des dionysischen Thiasos. Im linken Seitenfeld schreitet ein Satyr im Kreuzschritt nach rechts zur Mitte; er trägt in der gesenkten Linken eine Weintraube, in der Rechten einen runden Gegenstand; im rechten Seitenfeld steht eine Mänade mit erhobenen Armen, wobei sie in den Händen wohl Kymbeln hielt; der Mantel ist vorne bis zur Scham herabgefallen und bedeckt nur mehr die Beine; hinter dem Kopf bildet er eine velificatio. D) Sarkophag mit Gefäßen und Palmzweigmotiv 22) Sarkophag, Budapest, MNM Inv.45. 1925.2: PAULOVICS 1941. 123 Taf. 14,3; AE 1944. 108; BARKÓCZI 1951. 40. 55 Nr. 92 Taf. 19,2; ERDÉLYI 1974. 68. 194 Nr. 72 Abb. 72; BARKÓCZI 1976. 170f. Nr. 516. - Tabula mit dreifach profiliertem Rahmen, der seitlich von dem norisch-pannonischen Volutenornament in Form eines Wellenbandes mit nach innen ausstrahlenden Efeublättern gebildet wird; beiderseits des Inschriftfeldes befinden sich jeweils zwei vertiefte Felder; die beiden inneren zeigen einen Weinstock, der aus einem Doppelhenkelgefäß hervorwächst; die beiden äußeren ein Palmenzweigmotiv, das sich auch oberhalb der Tabula wieder findet. E) Sarkophage mit dem norisch-pannonischen Volutenornament als einzigem Schmuck 23) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv.73.67.1: PAULOVICS 1941. 140 Taf. 17,6; AE 1944. 124; BARKÓCZI 1951. 41. 56 Nr. 99 Taf. 21,3; BARKÓCZI 1976. 194f. Nr. 554 Abb. 173. - Tabula mit dreifach profiliertem Rahmen, der seitlich von einem norisch-pannonischen Volutenornament gebildet wird (Variante 3). 24) Sarkophag, Komárno (Komorn), PMK Nr.21: unpubliziert (?). - Tabula mit dreifach profiliertem Rahmen der seitlich von einem norisch-pannonischen Volutenornament gebildet wird (Variante 3). 25) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. 73.1.1 (Deckel) + 73.1.2 (Kasten): BARKÓCZI 1965. 217ff. Taf. 1; AE 1965. 3; BARKÓCZI 1976. 184f. Nr. 536. - Tabula mit zweifach profiliertem Rahmen, der seitlich von dem norisch-pannonischen Volutenornament gebildet wird, das in der Mitte nach innen hin einen peltaförmigen Abschluss hat (Variante 5). Deckel: im Mittelakroter finden sich die Halbfiguren eines Ehepaares, der Mann rechts ist mit dem sagum mit Scheibenfibel und der tunica manicata bekleidet, er greift mit der Rechten in den Mantel und hält in der Linken eine Schriftrolle; die Frau links trägt Kleid und Umhang. 26) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. 73.76.1 (Deckel) + 73.76.2 (Kasten): BARKÓCZI 207