Budapest Régiségei 34. (2001)

STUDIEN = TANULMÁNYOK - Pochmarski, Erwin: Zur Ikonographie und Chronologie der römischen Sarkophage aus Brigetio 201-221

das ursprünglich als Haltegriff des Bogens zu verste­hen war (Nr. 27. 28 .29. 29A: Variante 7: mit ausge­bildeten Volutenaugen; Nr. 7. 18. 30: Variante 8: ohne Volutenaugen, Nr. 31: Variante 9: mit zwei verschiede­nen Formen); das mittlere Element des norisch-pan­nonischen Volutenornamentes kann weiters rund aus­gebildet und nach außen (Nr. 23. 24: Varianten 3. 4) oder nach innen gebogen sei (Nr. 25: Variante 5). Die Voluten können zu zwei kleineren (Nr. 32. 33. 34: Varianten 11 und 13) oder zwei größeren Halbkreisbögen (Nr. 16. 35: Variante 15) vereinfacht werden, eine Vereinfachung stellt auch der Wellenbogen (Nr. 22. 36: Varianten 12 und 14) dar; zu einem fast barocken Reichtum wird das norisch-pan­nonische Volutenornament in einem Fall (Nr. 2: Variante 1) ausgestaltet. Trotz der bisher zur Geschichte des norisch-pannonischen Voluten­ornamentes bereits geleisteten Vorarbeiten 55 erscheint eine Aufarbeitung des gesamten Materials nach typo­logischen und entwicklungsgeschichtlichen Gesichts­punkten als ein echtes Desiderat. BEILAGE 1: LISTE DER SARKOPHAGE AUS BRIGETIO A) Sarkophage mit Eroten in den Seitenfeldern 1) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. 73.4.1 (Deckel) + 73.4.2 (Kasten): BARKÓCZI 1976. 20lf. Nr. 575. - Inschrift in einer dreifach profilierten tabula ansata; in den mit dem norisch- pannonischen Volutenornament abgeschlossenen Seitenfeldern bei­derseits der tabula ansata steht jeweils ein geflügelter, kindlicher Eros mit überkreuzten Beinen (beim recht­en Eros nur angedeutet) und äußerem Stand- und innerem Spielbein; die Eroten halten mit dem äußeren Arm, der quer vor den Körper geführt ist, eine gesenk­te Fackel auf die sie sich mit dem Ellbogen des inneren Armes stützen; der Kopf ist in die innere Hand gelegt und nach innen geneigt, aber nach vorne gewendet. Mittelakroter des Deckels: Frau mit Melonenfrisur. 2) Sarkophag, Budapest, MNM Inv. 62.351.1: BARKÓCZI 1944-45. 178ff. Taf. 70,1; BARKÓCZI 1951. 37.40.55 Nr. 91 Taf. 19,1; ERDÉLYI 1974. 67f. 194 Nr. 71 Abb. 71; MÓCSY 1974. Taf. 29c; BARKÓCZI 1976. 222f. Nr. 590; KOCH­SICHTERMANN 1982. 324 Anm. 20 Abb. 353; KRANZ 1984. 165; POCHMARSKI 1998. 182 Nr. 1 Taf. 87,1. - Tabula seitlich und oben mit dem norisch-pannonischen Volutenornament abge­schlossen; beiderseits aus einem Volutenkrater wach­sende Akanthusblätter; in den mit dem norisch-pan­nonischen Volutenornament abgeschlossenen Seitenfeldern kindliche Eroten im Kreuzschritt zur Mitte gehend, die Arme vorgestreckt. Mittelakroter des Deckels: Halbfiguren eines bärtigen und eines jugendlichen Mannes im sagum. 3) Sarkophagfragment, Wien, KHM / AS Inv. III 107: CIL III 11044 = 4334; BARKÓCZI 1951. 55 Nr. 79; BARKÓCZI 1976. 230f. Nr. 603 Abb. 194; NOLL 1986. 92 Nr. 391; POCHMARSKI 1998. 183 Nr. 2 ­Tabula mit dreifach profiliertem Rahmen; links von der Tabula kindlicher Eros im Ausfallschritt nach rechts; mit der erhobenen Linken greift er an den Rand der Tabula, in der gesenkten Rechten hält er ein Palmblatt. 4) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. ?: BARKÓCZI 1976. 192f. Nr. 552 Abb. 171; FITZ 1993. 936 Nr. 643; FITZ 1995. 1473 Nr. 643; 1574 Nr. 643; POCHMARSKI 1998. 183 Nr. 12. - Tabula mit doppelt profiliertem Rahmen; in den Seitenfeldern jeweils ein zur Mitte hin stehender Eros, den inneren Arm auf eine gesenkte Fackel gestützt, den äußeren vor der Brust abgewinkelt und zur gegenüberliegenden Schulter geführt. 5) Sarkophag, Budapest, MNM Inv. 45.1925.1: LO AR 1927. 13f. Nr. 43; PAULOVICS 1941. 123f. Nr. 4 Taf. 14,1; AÉ 1944. 109; BARKÓCZI 1951. 41. 56 Nr. 100 Taf. 22,1; ERDÉLYI 1974. 66.194 Nr. 70, Abb. 70; BARKÓCZI 1976. 186f. Nr. 540; POCHMARSKI 1998. 186 Nr. 31 Taf. 88,2. -Tabula ansata, deren Inschriftfeld einen doppelt profilierten Rahmen hat; beiderseits unter einem einfachen Bogen jeweils ein jugendlicher Eros, der linke in einem Ausfallschritt zur Mitte, der rechte ruhig stehend; jeder hat mit beiden Händen die ansae der Tabula ergriffen. 6) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. ? (Sarkophag ist nicht verschollen, sondern befindet sich im Freien vor dem Lapidarium in Komárom): PAULOVICS 1941. 130 Nr. 12 Taf. 15,4; BARKÓCZI 1951. 42. 56 Nr. 108 Taf. 25,3; BARKÓCZI 1976. 178f. Nr. 528 Abb. 157; POCHMARSKI 1998. 186 Nr. 32 - Tabula ansata mit zweifach profiliertem Rand; in dem nur angelegten rechten Seitenfeld unter einem norisch- pannonischen Volutenornament ein jugendlicher Eros in einem Ausfallschritt zur Mitte; die Rechte fasst nach der ansa der Tabula, die gesenk­te Linke hält einen nicht kenntlichen Gegenstand. 7) Sarkophag, Komárom (Komorn), KGyM Inv. 73.101.1 (Deckel) + 73.101.2 (Kasten): BARKÓCZI 1976. 228 Nr. 602 Abb. 193; POCHMARSKI 1998. 186 Nr. 35. - Tabula seitlich mit dem norisch-pannoni­schen Volutenornament abgeschlossen; in den von einer einfachen Leiste gerahmten Seitenfeldern beider­seits der Tabula jeweils ein im Kreuzschritt zur Mitte gehender jugendlicher Eros, der mit den vorgestreck­ten Armen nach den peltaförmigen Ansätzen der Tabula greift. Mittelakroter des Deckels: Halbfiguren eines Ehepaares, rechts der unbärtige Mann im sagum, links die Frau mit Wellenfrisur und palla. 8) Sarkophagfragment, Budapest, MNM Inv. 100.1885.20: CIL III 11018; SCHÖN R. v. WEISSHÄUPL 1886. 109 Nr. 5; LOZAR 1927. 16 Nr. 49; BARKÓCZI 1944^15. 182f. 189f. Taf. 15,1; BARKÓCZI 1951. 40. 53 Nr. 41 Taf. 15,1; BARKÓCZI 1976. 172f. Nr. 517; POCHMARSKI 1998. 187 Nr. 37. - Rechte Hälfte der Tabula mit dreifach profiliertem Rand erhalten; in dem rechten, vom norisch-pannonischen Volutenornament 205

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