Budapest Régiségei 33. (1999)
TANULMÁNYOK - R. Facsády Annamária: Római sírkertek Budaújlak déli részén 279-290
ANNAMARIA FACSADY RÖMISCHE BEGRÄBNISSTÄTTE AN DER SÜDLICHEN SEITE VON BUDAÚJLAK Südlich von dem Aquincumer Canabae wurden in einer Friedhofparzelle drei Grabstätten gefunden. Die zwei quadratischen Grabstätten in die Erde mit gelegten Wänden sind 3,30x3,30 m groß. Die kreisförmige Begräbnisstätte hatte einen Durchmesser von 3,30 m. und war mit ziegelstaubhaltigen Mörtel bedeckt. Die untere Rand eines gehauenen Grabsteins aus Kalkstein blieb an der östlichen Seite des I. Begräbnisstätte übrig. Die Szene des flachen Reliefs stellt Zwillinge stillende Wölfin dar, in einer Natürlichem-umgebung (in der freien Natur). Zwei Männergestalten stehen auch dabei. Sie stehen beiderseits der Wölfin, ihre Beine sind gekreuzt, sie tragen zweiteilige Tunikás. Einer von ihnen hält ein Pedum in der Hand, der andere eine Urkundenrolle. Abgesehen von der ungeschickten Steinhauerarbeit, und der stoffremdlicher Behandlung des Steines war die Komposition bewusst ausgearbeitet und komponiert. Die Flachheit des Reliefs wurde von der Bemalung kompensiert, deren Spuren stellenweise noch zu sehen sind. Die Darstellung der Capitolium-Wölfin auf Grabsteinen ist in den östlichen und südlichen Gegenden Pannoniens wohlbekannt, auf die mit „Hirten" versehene Variante haben wir nur einen Beispiel, den aus Aquincum. Im Inneren der Grabstätte fanden wir einen Einäscherungsgrab. Die Mauern der zweiten, runden Grabstätte waren verputzt, im inneren Teil fanden wir zwei Aschengräber aufeinander gelegt. Sie waren durchgewühlt. Die dritte Begräbnisstätte ist quadratisch geformt, mit einem Eingang auf der östlichen Seite. In Inneren wurden die Grabbeigaben neben der Grube separiert, mit einem Stein bedeckt abgelegt. Die Grabanlagen wurden im Hofe des später errichteten Gebäudes, das über die Stelle der Ausgrabung stand, um 90° in ihrer Lage modifiziert und auf dem heutigen Bodenniveau wiedererrichtet. 290