Budapest Régiségei 29. (1992)

JELENTÉSEK - Bencze Zoltán: A budaszentlőrinci pálos kolostor területén 1984-1991 között folytatott feltárások 155-165

war also bis dorthin bereits fertig. Am Ende des 15Jh. entsteht die südliche Seitenkapelle der dreischiffigen Kirche. Aus der Ordensgeschichte des G. Gyöngyösi aus dem 16Jh. (Gyöngyösi, G. Vitae fratrum eremitarum Ordinis Sancti Pauli Primi Eremitae, ed. Hervay, F. Bp. 1988) erfahren wir nämlich, daß die Kapelle an der südli­chen Seite des St. Laurenz-Klosters auf Kosten des Mihály Budai Kovács errichtet worden ist, der sein ganzes Leben lang Winzer war und den man im St. Laurenz­Kloster begraben hat (zit. Werk 143, caput 68). In den ersten zwei Jahrzehnten des 16 Jh. wurde an die dreischif­fige Kirche ein neuer Chor angebaut. Das Gewölbe dieses Chors konnte auf Grund der eingestürzten Gewölbeele­mente rekonstruiert werden. Der erste Chor des Hauptschiffes der im ausgehenden 14Jh. erbauten dreischiffigen Kirche wurde mit fünf Seiten desNeuneckes geschlossen. Die zwei Nebenschiffe schloß man mit drei Seiten des Achteckes. Auch der zu Beginn des 16Jh. gebaute neue Chor ging mit drei Seiten des Achteckes aus, gleichzeitig wurde der Chor der beiden Nebenschiffe aufgelassen und vermauert. Nördlich von der dreischiffigen Kirche befinden sich die früheren Kirchen des Klosterkomplexes. Dort stand zuerst eine Kirche mit eckigem Chorabschluß, sodann wurde später eine einschiffige gotische Kirche aufgebaut, deren Chor sich mit drei Seiten des Achteckes schließt. Die Kirche mit dem eckigen Chorabschluß dürfte schon im 13Jh. gestan­den sein und die gotische Kirche zu Beginn des 14Jh. erbaut worden sein. Dieser Kirche schloß sich im Norden ein Kreuzgang mit einem 10x10 m großen Hof und einem etwa 2 m breiten Korridor an. Als 1381 die irdischen Überreste des St. Pauls d.Eremiten hierhergelangen, wird die gotische Kirche zur Kapelle umgeändert und zwar derart, daß aus dem östlichen Teil des Schiffes ein Stück erhalten blieb das von einer N-S orientierten Mauer abge­trennt wird, die südliche und westliche Mauer des Kir­chenschiffes riß man hingegen ab. Die Kapelle ist von Westen her durch einen Korridor zugänglich, dessen süd­liche Mauer die nördliche Abschlußmauer der dreischiffi­gen Kirche ist, und die nördliche Mauer wird mit einer, die Kapelle von Westen her schließenden Mauer gleichzeitig gebaut. Den Chor der Kapelle baut man mit einem Ach­senstrcbepfeiler geschlossen um. Den Kreuzgang vergrö­ßert man gleichzeitig, die Korridorbreite wird etwa 3,5 m und der Hof 15x15 m groß. Am Ende des 15.Jh. wird die Kapelle von neuem ungebaut, ihr Chor schließt wiederum mit den drei Seiten des Achtechkes. Die Forschungen der letzteren Jahren lösten so manches, jedoch stellten sich auch fast in gleicher Anzahl weitere Probleme. 165

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