Budapest Régiségei 28. (1991)
SZEMLE - Szonntagh Jenő: Újabb adatok az aquincumi orgona légnyomásszabályozó szerkezetéhez 283-293
Druckluftregler und Blasebalg. Wir wissen, daß das griechisch-römische Kolbengebläse aus Metall von dem aus Leder und Holz gefertigten Blaseblag verdrängt wurde. Aber wann? Wahrscheinlich zur Zeit der Orgel von Aquincum oder etwas später, also im 3. oder 4. Jh. Dies ist uns davon bekannt, daß die Quellenarbeiten aus dem 1. Jh. n. Chr. nur das Kolbengebläse erwähnen . Vom Ende des 4. Jh. an stehen uns schon von Reliefs Beweise zur Verfügung, daß das lederne Gebläse in Gebrauch war 59 . Es ist ein großer Vorteil in der Erkennung der Blasebälge die Tatsache, daß sie damals stets außerhalb der Windlade angebracht waren und deshalb leicht sichtbar sind. Im Zusammenhang mit dem Druckluftregler ist die Antwort nicht so einfach, zum Teil deshalb, da sie (hydraulischer Pnigeus oder pneumatisch-mechanischer Regler mit ledernem Balg) sich immer im Inneren der Orgel befunden hat und von außen nicht sichtbar ist, anderseits, wenn man mit einem ledernen Balggebläse gleichzeitig auch einen Regler mit ledernem Balg angewendet hat, so ist es wahrscheinlich, daß die ganze Einrichtung nur als ein ledernen Balg bezeichnet wird, ohne daß man die beiden eigens erklären oder beschreiben würde. Diese Entwicklungsstufe trat hingegen aller Wahrscheinlichkeit nach später ein als die gemischte Lösung. Falls man aber auf ein hydraulisches (Pnigeus anwendendes) System einen ledernen Blasebalg montiert (was sich im Falle der Orgel von Aquincum vorstellen läßt, da sie sich chronologisch gerade auf dem halben Weg zwischen dem Kolbenund dem ledernen Gebläse befindet) kann angenommen werden, daß die Bezeichnung einer Hydraulis — Abbildungen Abb . 1. 1. : D er S chaukasten mit der Orgel des Aquincumer Museums aus den 30er Jahren der in dem unteren, links liegenden mittleren Teil sichtbare, ringförmige Pnigeusüberrest. 2.: »Bronzegefäßmund« aus dem Buch von Lajos Nagy 1933. 39. Abb. 28. 3.: Rekonstruierter Querschnitt des Pnigeus der Orgel von Aquincum und seines Wasserbehälters. a) Der auf dem Foto des Pnigeus entdeckte, ringförmige Überrest im Schaukasten des Aquincumer Museums (oben entlang des Képjegyzék 1. kép. 1.: Az Aquincumi Múzeum orgona-tárlója a 30-as évekből. Az alsó középső részen látható a gyűrűalakú pnigeusz-maradvány. 2.: „Bronzedényszáj" Nagy Lajos könyvéből. (Nagy 1933, 39. 28. kép). 3.: Az aquincumni orgona pnigeuszának és víztartályának rekonstruált keresztmetszete. Jelmagyarázat: a) A pnigeusznak az Aquincumi Múzeum tárlója fényképén felfedezett da die Regelung noch immer hydraulisch ist — beibehalten, jedoch schon ein lederner Blasebalg angewendet wurde. Diese Hypothese würde zugleich auch erklären, warum im Fund keine Überreste eines metallisches Kolbengebläses angetroffen wurden: wie alle sonstigen Bestandteile aus Holz und Leder wären an der Orgel von Aquincum und auch das aus brennbarem Material hergestellte Gebläse fast gänzlich zum Opfer des Brandes gefallen. Die im Aufsatz von Minárovics über die Blasebälge mit Metallkolben mitgeteilten Informationen sind von historischem und technischem Gesichtspunkt sehr interessant und wertvoll selbst dann, falls es sich von der Aquincumer HYDRA herausstellen sollte — wie dies auch unser vorliegender Aufsatz proponiert —, daß der lederne Blasebalg das hydraulisch-pneumatische Reservoir von Pnigeus-Typ gespeist hat. Es wären viel mehr Forschungsarbeiten und die Vereinigung von mit den oben erwähnten ähnlichen Inventionengesegnetes Talenten nötig, um die Rätsel der in der Welt einzigen — im Besitz des Historischen Museums der Stadt Budapest — befindlichen antiken Orgel erfolgreich lösen zu können. Hoffentlich wird den diesbezüglichen Bestrebungen das vom Musikhistorischen Institut und dem Archäologischen Institut der UAW, sowie vom Historischen Museum der Stadt Budapest und von der ,University of South Florida" gemeinsam für das Jahr 1993 geplante Internationale Symposium im Themenkreis: »Die antike Orgel« einen neuen Schwung verleihen. Bruchpunktes mit gestrichelter Linie begrenzt), b) Mit Metallblech bedeckte Holzkiste, die als Wasserbehälter diente. c) „Holzklötze", auf welchen der Pnigneus stand, d) Die Wasserstandslinie in „aufgepumpten" Zustand, e) Der vermoderte oder zusammengebrochene Teil des Pnigeus. f) Anschluß Rohr zur Windlade (die in eine Richtung zeigende Ventile sind nicht angeführt). gyűrűalakú maradványa (felül a töréspont szaggatott vonallal határolt), b) Fémlemezzel borított faláda, mely víztartályként szolgált. c) „Fatuskók", amelyeken a pnigeusz állt. d) A vízszint „felpumpált" állapotban, e) A pnigeusz szétporladozott vagy összetört része, f) Csatlakozó cső a fújtatókhoz. g) Csatlakozó cső a szélládához (az egyirányú szelepek nincsenek feltüntetve). 292