Budapest Régiségei 28. (1991)

ANYAGKÖZLÉSEK - Kocsis László: A Tribunus Laticlaviusok háza az aquincumi 2-3. sz-i legiotáborban : összefoglalás 141-197

Nach dem ersten Drittel des 2. Jh. n. Chr. kam das Öl — mehr als hundert Jahre lang — nach Aquincum aus Baetica in Kugelamphoren Dressel 20 (Abb. 29). Es können im Material auch noch zwei solche Am­phorentypen nachgewiesen werden, in welchen die von den Römern besonders beliebten Lebensmittel: die Oliven und Fischsoßer gekommen sind. Fragmente von Amphoren von Typ Schörgendorfer 558 (Abb. 30, 1-2) kamen auch in anderen Teilen des DÉNES GABLER DAS HAUS DER TRIBUNI LATICLAVII VOM 2-3. JH. IN AQUINCUM TERRA SIGILLATA Die anläßlich der im Legionslager des 2-3. Jh., im Haus des tribunus laticlavius in den Jahren 1978-1979 durch­geführten Erschließungen zum Vorschein gekomme­nen Sigillaten lassen auf die Nachschubweise der Töp­ferware für die castra legionis und auf das System ihrer interprovinziellen Beziehungen schließen. Die ältesten, norditalischen Sigillaten können auf die neronische bzw, frühflavische Zeit datiert werden; sie tauchen vor allem auf dem Gelände der ala-Lager von Óbuda oder in ihrer Umgebung, in ihren auxilia­ren Lagerdörfern (vici) auf. Die bei der Kreuzung der Föld-Str. — Vörösvári Str. gefundenen Bruchstücke lassen sich an einem der zum Vicus des vermutlich im Jahre 73 errichteten ala-Kastells gehörenden Sied­lungsobjekte knüpfen. Der größere Teil der südgallischen Sigillaten (Nr. 7, 9-10) wurde in der Domitianuszeit in der Manu­faktur von La Graufesenque erzeugt; diese Schüsseln können wahrscheinlich mit dem ersten Legionslager in Verbindung gebracht werden, dessen südöstliche Ecke gerade auf die Umgebung des Grabungsgelän­des lokalisiert werden kann. In den ersten Jahrzehnten des 2. Jh. kam die Tafelware aus der Töpferei von Banassac (Nr. 11-12) in das Legionslager, sodann lie­ferten zur Zeit hadrianisch-antoninischen die mittel­gallischen Manufakturen ihre Ware nach Aquincum. Der größte Teil des Sigillatamaterials des Lagers wurde in Rheinzabern erzeugt. Die überwiegende Abbildungen Abb. 1. Grundriss des Hauses des Tribunus Laticla­vius, im Legionslager aus dem 2-3 Jh. (Zeich­nung von Frau Éva Czirják Malik.) Abb. 2. Rekonstruktionsskizze des Hauses des Tribu­nus Laticlavius im Legionslager aus dem 2-3 Jh. (Zeichnung von Pál Héjjas.) Abb. 3. 1. Offener Abflusskanal an der östlichen Abschlussmauer des Tribunus Hauses; 2-3. Lagers zu Licht und dafür, daß in diesen zum Ver­brauch Oliven gespeichert wurden, liegen uns von der Mitte des 1. Jh. Beweise vor. Die hispanischen Fischsoßen enthielten die Am­phoren Pelichet 46 (Abb. 30, 3), die von der Zeit der Flavier bis zum Beginn des 2. Jh. in Gebrauch wa­ren. AUS DEM LEGIONSLAGER Mehrheit der rheinischen Waren kann auf das letzte Jahrzehnt der Antoniner bzw. auf die Regierungs des Septimus Severus, d. h. auf die Blütezeit des Wirt­schaftslebens der Provinz datiert werden. Die Menge der Rheinzaberner Ware zur Severuszeit zeigt das An­wachsen der Bedeutung des Imports in der Konjunk­turzeit. Aus der rheinischen Manufaktur kamen zahl­reiche Sigillatentypen nach Aquincum zwischen den Jahren 190-230/245, unter anderen die geschliffene Glasgefäße nachahmenden Flaschen oder die barbo­tinverzierten Vasen. Neben den Produkten der Rhein­zaberner Manufaktur erscheinen im Legionslager ver­hältnismäßig häufig die auf die letzten Jahrzehnte des 2. bzw. auf das erste Drittel des 3. Jh. datierbaren Waren der Westerndorfer Manufaktur, hingegen zei­gen die Sigillaten aus Pfeffenhofen im Verhältnis zu den übrigen Fundorten Aquincums eine geringere Zahl. Eine Seltenheit ist die aus der sog. Werkstätte von „Siscia" stammende Relief Schüssel, deren Werkstätte (Werkstätten) wir in Margum und seiner Umgebung lokalisieren können. Unter den Funden des Legions­lagers können wir diesmal zuerst die Ware eines bal­kanischen Töpferzentrums mitteilen. Bei ihrer Datie­rung kann das Ende der Herrschaft von Hadrianus bzw. die Regierungszeit des Antoninus Pius in Be­tracht kommen. Frühe Siedlungsspuren unter der via princi­palis; 4. Frühe Siedlungsspuren und Hoch­wasserspuren unter der via principalis; 5. La­ge des Altars Nr. 7. während der Erschlies­sung; 6. Lage des eingemauerten Altars Nr. 11. während der Erschliessung. Abb. 4. Ausgrabungsphoto vom Mithräum. 156

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