Budapest Régiségei 27. (1991)

ANYAGKÖZLÉSEK - Szabó Klára: Helyben készült bronz lemezkorsó Aquincumból 85-94

26. 27. 28. Baity 1965,74 PL XIV N° 86, p. 56; Radnóti 1938, 137-139; Taf. XIII,69; Radnóti 1960, 99-124, Nr. 35. Äarf/iotf 1957,223. Radnóti 1960,118-124; ßa/fy 1965,41-54. 29. Burger 1984,72. 30. Parragi 1963,320-323. 31. Szabó 1980,726. 32. M«//év 1978,11-29. KLÁRA SZABÓ EIN ÖRTLICHER BRONZEBLECHKRUG AUS AQUINCUM Im nordwestlichen Teil der canabae von Aquincum kam am Fundort Raktárrét-Friedhof (Budapest III. Bez. Bogdáni Str.) als Ergebnis der Ausgrabung von Györgyi Parragi der hier zu besprechende Bronze­krug, als Bestattungsbeigabe eines ausgeraubten Sar­kophags, zum Vorschein. Gleichzeitig wurden 3 Bron­zegefässe: Kanne mit Ausgussöffnung, Eimer, Krug und ein Bronzeschlüssel ans Tageslicht befördert. Der Bronzeblechkrug gehört zum Typ Radnóti 81. Aufgrund seiner Parallelen weist er eine Verwandt­schaft mit den Formen der Stücke jener engeren Gruppe auf, die S. Tassinari als westliche Variante be­zeichnete, obwohl vom Krug aus Aquincum das na­mengebende Element fehlt. Die Ornamentik des Ge­genstandes erscheint seit Mitte des 3. Jhs. häufig auch auf pannonischen Blechkannen und Krügen anderer Form. Zu jener Zeit stockt bereits der regelmässige Handelsimport aus den westlichen Provinzen, der spä­ter gänzlich aufhört. Von dieser Zeit an werden die Bronzegefässen bis ans Ende der Römerherrschaft in den örtlichen Werkstätten hergestellt. Diese Art der Produktionstätigkeit kann jedoch nicht mehr mit der speziellen Tätigkeit der westlichen Zentren, die ausschliesßich Gefäße erzeugten, verglichen werden. Sehr wahrscheinlich üben derartige lokale Werk­stätten wie jene in Brigetio, Aquincum, Intercisa, Keszthely schon eine allgemeine Tätigkeit aus. In La­gern oder Städten eventuell auch in kleineren Sied­lungen war es nötig, sich von der Waffenreparatur be­ginnend bis zur Erzeugung der Gebrauchsgegenstän­de des alltäglichen Lebens, dem Bedarf entsprechend, mit allem zu beschäftigen, jedoch keine Marktproduk­tion zu betreiben. Damit kann der Umstand erklärt werden, daß unter den örtlichen Erzeugnissen keine zwei gleichen Stücke vorkommen. Abbildungen Abb. 1. Abb. 2. Abb. 3. Abb. 4. Abb. 5. Bronzebleckhrug aus dem Grab in der Bog- Abb. 6. dániStr. Abb. 7. Die Krüge, deren Henkel mit menschlichen Abb. 8. Fußformen verziert sind. Variationsbreite des Abb. 9. Types. Abb. 10. Bruchstücke des Bronzeblechkruges aus der Abb. 11. Bogdáni Str. nach der Reinigung. Abb. 12. Eimer-Attache aus der Bogdáni Str. Eimer-Attache aus Környe. Bronzekanne mit Ausguß. Bronzeeimer mit Maenas-Köpfen verziert. Bronzeblechkrug aus Brigetio. Bronzeblechkrug aus Intercisa. Bronzeblechkrug aus Intercisa. Bronzeblechkrug aus Nagydorog. Bronzeblecheimer.. 19. Beilage des Grabes B von „Budaújlak". Képjegyzék 1. kép A Bogdáni úti sír bronz lemezkorsója. 7. kép 2. kép Az emberi lábfejjel díszített fülű korsók nyu- 8. kép gáti típusának egymásra vetített rajzai. 9. kép 3. kép A Bogdáni úti bronz lemezkorsó darabjai tisz- 10. kép tításután. 11. kép 4. kép A Bogdáni úti vödör attache. 12. kép 5. kép A környei vödör attache. 6. kép Kiöntősszájú bronzkancsó. Bronzvödör Maenas fejekkel díszítve. Bronz lemezkorsó Brigetioból. Bronz lemezkorsó Intercisából. Bronz lemezkorsó Intercisából. Bronz lemezkorsó Nagydorogról. Bronz lemezvödör: a „budaújlaki" B sír 19. melléklete. 88

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