Budapest Régiségei 25. (1984)

ANYAGKÖZLÉSEK - Vörös István: Előzetes jelentés a Budapest III. ker. Lajos u. 165-167. sz. alatti 11-13. sz.-i állatcsontleletekről 439-440

ISTVÁN VÖRÖS VORBERICHT ÜBER DIE TIERKNOCHENFUNDE AUS DEM 11-13. JH. IN BUDAPEST, III. BEZ., LAJOS UTCA 165-167. Das von dem im Jahre 1982 freigelegten Gebiet stammende Tierknochenmaterial stellt einen an sekun­därer Stellen angehäuften Abfall der „Tierverarbeitung" und des „Handwerks" dar. Das Rinderknockhenmaterial ist stark fragmentiert, an seinen Oberflächen sind Schnitt- und Spaltspuren zu finden. Unter den Rinderknochen kommen sowohl Fleischknochenteile wie auch im Laufe der Zerlegung entfernte carpalis/tarsalis-Trockenknochen, sowie Finger­glieder nur in minimaler Anzahl vor. Aufgrund der Überreste vom Rindvieh können mindestens drei Typen von abweichendem Körperbau unterschieden werden. Die Widerristhöhe einer mittelgrossen Kuh beträgt 1204,12 mm. In Fundmaterial kommen beide Arten der kleinen Wiederkäuer, das Schaf mit Schneckengehörn genauso vor wie die Ziege mit breitem Horn. Die aus dem Längen­mass des Radius errechnete Widerristhöhe eines Schafes beträgt 609 mm. Die Schweine sind von kelinem Körperbau. Die ana­tomische Verteilung der Schweineknochen repräsentiert am besten die Zusammensetzung der sog. „Speise"­Tierknochen. Unter den Pferdeknochen befindet sich kein einziger Fleischknochen. Ein Radius, zwei Metacarpi und ein Metatarsus sind geschliffen, beziehungsweise bearbeitet, ähnlich wie ein Rinder-Radius. Die Pferdeüberreste stammen von einem Tier mit einer Körperhöhe von 1456 mm und schlanker Knochenstruktur, sowie von einem Pferd mit mittelgrossem, 1381 mm hohem Körper und einer mittelschlanken Knochenstruktur. Ausser den vier wichtigsten wirtschaftlichen Nutz­tieren kommen im Fundmaterial das Mandibulafragment eines Hundes und vom Geflügel eine Henne und eine Gans vor. In der dritten Schichte befand sich auch ein men­schliches Fingerglied. 440

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