Budapest Régiségei 25. (1984)

ANYAGKÖZLÉSEK - Szirmai Krisztina: Az aquincumi 2-3. sz.-i légióstábor praetenturája 135-179

Nach den Markomannenkriegen wurde die Principia — zu Beginn des 3. Jh. — parallel zur Achsenerweiterung des Lagers mit einem neuen Prunkportal versehen und die Via Prätoria nach N zu erweitert. Diesbezügliche An­gaben konnten wir samt dem entsprechenden beiliegen­den Fundmaterial am N-Teil der Prätentur an mehreren Arbeitsplätzen dokumentieren, " aber auch am S-Teil an den Arbeitsplätzen IV—X. Den Wiederaufbau nach den Zerstörungen der 260er Jahre konnten wir am Gebiet der Principia nicht mehr dokumentieren, doch gelang uns dies am nördlichen 100 und südlichen Teil der Prätentur (Arbeitsplätze II, III, V, VI, VIII). Das Legionslager von Aquincum aus dem 2.-3. Jh. weist demnach bis zur Errichtung der spätrömischen Be­festigung 101 wiederholte Umbauten auf. Von dem Wiederaufbau nach den 360er Jahren ver­mochten wir allein im nördlichen Teil Räume mit Terazzo­bodenbelag beobachten. 102 Am S-Teil der Prätentur konnte man die zu dieser Periode gehörenden Spuren nicht mehr rekonstruieren. Aus der zweiten Hälfte des 4. Jh. und aus der Zeit der Jahrhundertwende sind uns von der Principia und deren Umgebung keine Angaben bekannt, hingegen dokumen­tierten wir am nördlichen Teil der Prätentur, auf dem Arbeitsplatz IV Reste von Räumen mit Mörtel- und Ter­razzobodenbelag, demgegenüber bewahrte am südlichen Teil der Prätentur der Arbeitsplatz III das einstige Niveau. Weitere Angaben bekamen wir von der Thermae maiores (Arbeitsplatz V/2) und südöstlich von diesem Objekt (Arbeitsplatz VI/2— 3) sowie aus der Nähe der südlichen Lagermauer aus dem 2.-3. Jh. (Arbeitsplatz VIII/2). Hier wollen wir bemerken, dass die Niveauangaben der Principia und ihrer Umgebung sowie die des nörd­lichen und südlichen Teiles der Prätentur die Eigenarten des Geländeniveaus der Römerzeit wahrheitsgetreu wider­spiegeln. Aufgrund der Konstruktiosdaten der Vermessungen wurde endgültig geklärt, dass das Innenmass der Präten­tur des Legionslagers aus dem 2.-3, Jh., in Richtung N-S 520 m ausgemacht hat. 103 Gemäss der Fachliteratur weichen die inneren Grund­risse der nördlichen und südlichen Prätenturen in den Lagern von Novaesium und Lambaesis voneinander ab. 104 Aufgrund der bisherigen Angaben des Legionslagers von Aquincum können wir schon jetzt feststellen, dass die Einteilung des nördlichen Teiles der Prätentur mit dem Strassennetz des südlichen Teiles nicht identisch ist. Gemäss den bisherigen archäologischen Forschungen sind zur Verfeinerung des von der Prätentur des Legions­lagers von Aquincum aus dem 2.-3. Jh. gemachten Bil­des die Ergebnisse weiterer Ausgrabungen erforderlich. 105 Abbildungen Abb. 1. Südlicher Teil der via praetoria von NW ge­sehen (Arbeitsplatz 1/1). Abb. 2. 1 : Gefäss mit eingestempelter Verzierung vom Arbeitsplatz 1/2; 2: Discusb ruchstück eines Öllichtes vom Arbeitsplatz VI/2; 3: Seiten­bruchstück mit eingeglätteten Motiven (Ar­beitsplatz V/2); 4: Seitenbruchstück mit ein­geglätteter Verzierung (Arbeitsplatz V/2). Teil eines sich der via praetoria südlich an­schliessenden Gebäudes von S gesehen (Ar­beitsplatz H/ 1). Teil des Gebäudes südlich der via praetoria von N gesehen (Arbeitsplatz H/2). Arbeitsplatz III von O gesehen. Lageplan vom Arbeitsplatz IV. Schnitt A-B vom Arbeitsplatz IV. 1 : Östlicher Teil der Fundierungsgrube für die Einkaufszentrale „Flórián" (Arbeitsplatz IV von N gesehen, im Vordergrund der südöstliche Eckteil des Portals der Principia aus der Zeit Severus); 2: Arbeitsplatz IV von S gesehen. 3: Rest des Raum mit Apsis von O gesehen. Abb. 9. Lage plan vom Arbeitsplatz V. Abb. 10. 1: Teil des südlichen Überrabbruchs des Gra­bens 1 von S gesehen (Arbeitsplatz V);2: Teil des Heizkanalsystems von W gesehen (Arbeits. platz V/1); 3: Rest des die südliche Wand des Heizkanals von 0 nach W bedeckenden Mör­Abb. 3. Abb. 4. Abb. 5. Abb. 6. Abb. 7. Abb. 8. tels von N gesehen (Arbeitsplatz V/1); 4: West­licher Pfeiler der sog. Mauer mit Stützpfeilern von N gesehen (Arbeitsplatz V). Abb. 11. 1—27: Profilzeichnungen vom Gebiet der süd­lichen Prätentur. Abb. 12. Sigillatabruchstücke vom Gebiet der südlichen Prätentur. Abb .13. Glasfunde vom Gebiet der südlichen Prätentur. Abb. 14. 1: Innenweite des Raumes mit gewölbter Wand von N gesehen (Arbeitsplatz V);2: Teil der südwestlichen Schlussmauer mit Stützpfei­ler des Raumes mit gewölbter Wand von SO gesehen (Arbeitsplatz V). Abb. 15. Bruchstücke verzierter Gefässe vom Gebiet der südlichen Prätentur. Abb. 16. Antefixum vom Arbeitsplatz V. Abb. 17. Sigillatabruchstücke vom Gebiet der südlichen Prätentur. Abb. 18. Sigillatabruchstücke vom Gebiet der südlichen Prätentur. Abb. 19. Schüsselbruchstücke mit gestempelter Verzie­rung vom Gebiet der südlichen Prätentur. Abb . 20. 1 : Pateragriff vom Arbeitsplatz VI/2 ; 2: Schlossplatte vom Arbeitsplatz VI/2. Abb. 21. Sigillatabruchstücke vom Gebiet der südlichen Prätentur. Abb. 22. Amphorahenkel mit Marke vom Arbeitsplatz VI/2. 153

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