Budapest Régiségei 19. (1959)
JELENTÉSEK - A budai vár házainak 1957. évi műemléki kutatásai 301-372
jede Brechung bis zur Ecke der Noegyletgasse. Verlängern wir die Fluchtlinie der nördlich von der Toreinfahrt liegenden Fassadenstrecke bis zur mittelalterlichen Eckverstärkung, so ergibt sich zwischen dem Rand der Verstärkung und der verlängerten Fluchtlinie jene Distanz, die in der Haüyschen Karte vermerkt ist. Die Richtung der von der heutigen Fassadenlinie abweichenden Armierungssteine verläuft parallel mit dieser verlängerten Mauer. Rekonstruieren wir in dieser Weise den ursprünglichen Zustand, so erhalten wir dieselbe stufenförmig vorspringende Fassade, wie jene, die in der Karte von Haüy angegeben ist. Den Grund für den Bruch in der Fassade, der auf den ersten Blick nicht erklärbar war, dürfen wir also eher in dem ersten Umbau der zwei Häuser nach der Belagerung von Buda in 1686 wo beim Zusammenbau die stufenförmige Baufluchtlinie in der Weise ausgeglichen wurde, daß man vor die ohnehin beschädigten Fassaden vom südlichen Teil der Toreinfahrt bis zur erhaltenen Eckarmierung eine Mauer zog, die man in derselben Richtung weiter bis zur Ecke des Gebäudes fortsetzte. Diese Hypothesen stehen in vollständigem Einklang mit den Resultaten der Detailforschungen. Die in der Toreinfahrt vorgenommenen Forschungen ergaben keine wesentlich neuen Resultate. Die Rippen der gurtgewölbten ersten zwei Joche des aus vier Jochen bestehenden Torgewölbes wurden schon am Ende des vorigen Jahrhunderts ausgehauen, die Gurtbogen und die Sitznischen bei den späteren Umbauten ausgebessert und stellenweise sogar umgestaltet. Im Verlauf der Untersuchungen haben wir die Gips- und Kunststoffergänzungen herausgekratzt, die klare Belege dafür brachten, daß am größten Teil der im Originalzustand erhalten gebliebenen mittelalterlichen Stücke gewisse Änderungen vorgenommen worden sind. E. Nagy ÚRIGASSE 47 Im Mittelalter stand am Platz des heutigen Gebäudes ein einstöckiges Wohnhaus, das noch in selbiger Zeit umgebaut wurde. In der Zeit der ersten Bauperiode hatten die Fenster im Obergeschoß spitzbogigen Abschluß, aber keine Steinrahmung. Eines dieser Fenster kam im Laufe der Freilegung zum Vorschein. Die Fensterlaibung, sowie seine aus Ziegeln erstellte Einfassung sind mit einer doppelten Farbenschicht bedeckt. Die untere Schichte ist getüncht, die obere, mehrfarbig bemalte, mit dl secco Pflanzenornament verziert. Im Verlauf des noch im Mittelalter selbst ausgeführten Umbaus wurden die obenerwähnten Fenster vermauert und statt ihrer Fenster mit Steinrahmung und geradem Sturz eingesetzt. Überreste dieser mit Birnstäben profilierten Rahmen kamen aus 370 Vermauerungen ebenfalls zum Vorschein. Als im 18. Jahrhundert die auch heute erhaltenen Fenster eingesetzt wurden, gingen diese Rahmungen zugrunde. Gy. Gero ÚRIGASSE 48-50 Der eingeschoßige Barockpalast mit zwei Toren enthält zwei mittelalterliche Wohnhäuser. Das Haus Nr 48 (in der aus dem Jahre 1687 stammenden Karte von Haüy unter Nr 44 angeführt) wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Es war um vieles kleiner als das heutige. Die Westseite seiner Toreinfahrt und der heutige Hofflügel sind vermutlich im 16. Jahrhundert gebaut worden. Der Palast ist im 18. Jahrhundert in Barockstil umgebaut worden. Sein damals gebautes prächtiges Portal machte die früheren, in der Architektur von Buda ohnehin nicht üblichen zwei Eingänge überflüssig. Beide Wände der Toreinfahrt schmückten Sitznischenreihen mit kleeblattbogigem Abschluß. In der südlichen Wand blieben drei der ursprünglich aus vier Sitznischen bestehenden Reihe erhalten. Die Überreste der Sitznischenreihe in der nördlichen Wand wurden neuerlich freigelegt. Es konnte festgestellt werden, daß die Sitznischen der Nordwand sowohl in den Maßen als auch in ihren Profilen außer ganz geringen Abweichungen mit denen der Südwand übereinstimmen. Es gelang uns auch die Sitznischenreihe auf befriedigende Weise zu rekonstruieren mit Hilfe des in situ gebliebenen Sockels an ihrem westlichen Ende des Verteilers, des Mörtelabdrucks ihres Sockels am östlichen Ende und der sekundär verwendenten Bogensteine. Die Toreinfahrt hatte ursprünglich aller Wahrscheinlichkeit nach eine flache Decke, im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde sie überwölbt. Das jetzige Haustein-Tonnengewölbe dürfte im 17. Jahrhundert erstellt worden sein. Das Gebäude Nr 50 (das in der Haüyschen Karte mit Nr 43 angegeben ist) mochte ebenfalls im 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut worden sein. Die Ausgestaltung seiner Toreinfahrt ist viel bescheidener als die der ersteren. Sie wurde im Mittelalter zweimal gepflastert. Das heutige Tonnengewölbe ist mit der Toreinfahrt nicht gleichzeitig entstanden, über seinem Gurt sind die Gurtsteine des ursprünglichen, höheren Gewölbes sichtbar. An der nördlichen Wand der Toreinfahrt kamen eine Sitznische mit Segmentbogen, eine rundbogige Türöffnung und eine gotische Tür mit geradem Sturz zum Vorschein. Das einzige bemerkenswertere mittelalterliche Detail der südlichen Wand ist ein mit dem Gurt des heutigen Gewölbes halb vermauertes gotisches Fenster. Wir halten es nicht für unwahrscheinlich, daß dieses Fenster zum Haus Nr 48 gehört