Budapest Régiségei 19. (1959)
JELENTÉSEK - A budai vár házainak 1957. évi műemléki kutatásai 301-372
sung und Kämpfer sind mit einfacher Abkantung verziert, desgleichen der Umrahmungstein des Fensters. An dieser Seite der Fassade waren die Ecken armiert. Die Mauer trug die Spuren von Quaderputz. Im Erdgeschoß der Fassade entlang der Tárnokgasse waren die Fragmente von kleineren mittelalterlichen Rahmungsöffnungen. Im Obergeschoß, das dem 18. Jahrhundert angehört, fanden wir in der Richtung der Mittelachse eine vermauerte barocke Statuennische mit Sockel und rundbogigem Abschluß. Gy. Gero ŰRIGASSE 6 Auf der vom heutigen Haus eingenommenen Parzelle standen im Mittelalter zwei Häuser. Die südliche letzte Raumflucht des Hauses im Mittelalter war die Toreinfahrt des südlich von ihm befindlichen Wohnhauses. In der Südmauer derselben sind Türöffnungen und ein Fenster mit rundbogig abschließenden und einfacher Abkantung verzierten Steinumrahmungen des 15. Jahrhunderts zum Vorschein gekommen, die noch im 16. Jahrhundert vermauert wurden. Auf Grund der Konsolenund Gewölbereste an der Brandmauer des Hauses können wir drei, noch im Mittelalter ausgeführte Umbauperioden feststellen. Die beiden Häuser wurden am Ende des 17. Jahrhunderts z usammengebaut . Gy. Gero ŰRIGASSE 8 Auch im Mittelalter war das ein einziges Gebäude, das gegen Auslauf des 14. Jahrhunderts entstanden sein dürfte. Dieser Zeit entstammt der Überrest einer auf einer Steinkonsole ruhenden Sitznische mit Bogenabschluß aus Ziegeln. Im 15. Jahrhundert wurde der Torgang umgebaut und durch eine rundbogig abschließende Sitznischenreihe von großen Dimensionen gegliedert. In die Nordwand wurde eine Türöffnung gehauen und eine Sitznische großen Ausmaßes gebaut. An der Fassade des Straßentraktes fanden wir den Rest der Steinrahmung eines Fensters mit Rundbogenabschluß. Gy. Gero ŰRIGASSE 17 Das Haus erlitt während der Türkenherrschaft und der darauffolgenden Bestürmung von 1686 nur kleinere Schäden. Die Renovierung im 18. Jahrhundert verlieh ihm eine einfache und schmucklose Fassade. Unter dem Verputz blieben nicht unbedeutende mittelalterliche Einzelheiten erhalten. Nach Entfernung des Verputzes kamen im Erdgeschoß drei in das 15. Jahrhundert datierbare Fenster mit Steinumrahmung zum Vorschein und im Obergeschoß legten wir die Überreste eines Balkons frei. Rózsa F. Tóth ŰRIGASSE 18 Im Lauf der Fassadenuntersuchungen fanden wir die ursprüngliche mittelalterliche Eckarmierung des Gebäudes. Die übrigen Mauertsile wurden im 18. Jahrhundert umgebaut : damals wurde auch die Fassade des Erdgeschosses mit den barocken Arkadenbogen ausgestattet, die in den Späteren vermauert wurden, indem man in das Innere jeden Bogens ein Fenster einbaute. E. Nagy ŰRIGASSE 19 Einstockhohes Wohnhaus, das in den Grundmauern mittelalterlich ist. Bedeutende Umbauten wurden in der Barockzeit durchgeführt, im 19. Jahrhundert wurde es hingegen dem klassizistischen Stil entsprechenden Veränderungen unterzogen. An der W 7 estmauer des Hofes kam unter dem entfernten Verputz der Bogen eines Steintonnengewölbes zum Vorschein. Der in der Hausachse angeordnete Bogen scheint seinen Maßen nach ein Überrest der in späterer Zeit mit Stein neu überwölbten mittelalterlichen Toreinfahrt zu sein. Infolge der Bautätigkeit zur Zeit des Barocks, im 18. Jahrhundert, erhielt die Toreinfahrt beiderseits Arkadenöffnungen. Der Ausbau der Toreinfahrt an ihrem heutigen Platz dürfte ein W r erk des 19. Jahrhunderts gewesen sein. Unter dem Fußbodenniveau der mittelalterlichen Toreinfahrt stießen wir auf das rechte Gewänderfragment einer Türöffnung, die einer früheren mittelalterlichen Bautätigkeit angehört. Der Gewändestein gehört zu einer 67 cm dicken Mauer nordöstlicher Richtung. Als organische Fortsetzung des Hausteinüberrestes fand sich auch eine Türschwelle ein. Unter der Türschwelle stießen wir auf eine, an der Innenseite der Schwelle mit faulem Holz stark vermischte lehmige Schicht. Die spiegelglatte Lehmschicht ist nach 25 cm gegen das Rauminnere zu von einem 2,3 cm breiten und 2,5 hohen Damm unterbrochen, wonach die vorige, 25 cm breite lehmige Schicht sich wiederholt. Das lehmige, mit faulem Holz gemischte Niveau spricht dafür, daß der Raum eine Holzdielung hatte. Die Fußbretter dürften 25 cm breit gewesen sein und auf ihre Dicke kann aus der Höhe des die einzelnen Schichtabschnitte unterbrechenden Dammes, bzw. der Fugen zwischen den Brettern geschlossen werden. An der südlichen Hausfassade entlang der Baitagasse legten wir ein gotische Fenster mit Steinumrahmung und Eisengitter frei, dessen Vermauerung gleichzeitig mit der Überwölbung des Durchgangs ausgeführt wurde. Letz367