Budapest Régiségei 15. (1950)
ÉRTESÍTŐ - Garády Sándor: Ásatások a békásmegyeri ú.n. Puszta-templomban és mellékén 437-450
Im südlichen Teil der Hütte (T) finden wir eine kugelabschnittförmige Vertiefung mit Tonscherben ans der Hallstattzeit. Auf dem Tössblock, welcher am Punkte D. hervortritt, war eine Eisensichel, daneben Pferdekiefer und Tonperle, unter diesen, in der Asche, Scherbenstücke und Knochensplitter. Auf dem Gebiet der Hütte und in dem darüber befindlichen Erdmaterial fanden wir zerstreut handgeformte, ungeschmückte und mit Besenstichen oder eingeritzter Verzierung versehene Scherben aus der Bronzezeit, weiters auf Scheibe verfertigte Scherben aus der Ta Tène-Periode mit Wellenlinien ver zierung und Knochengeräte. Es gab auch zwei winzige Fragmente aus der späten Tinearkeramik. Doch lagen diese nicht in statigraphischer Ordnung sondern, durcheinander geworfen. Am nördlichen Ende des Grabens IX. fanden wir die Spuren einer anderen Hüttenwohnung. . Unter den Funden sind drei gebrannte Tongeschirre aus der Glockenbecherkultur (siehe Abb. 9) am wertvollsten. Die zwei Becher fanden wir nebeneinander aufrecht stehend (bei Punkt F. 1-15 m tief) die Schüssel (Pubei unkt M.) zusammen mit den Fragmenten anderer gleichaltriger Gefässe diese sozusagen bedeckend, also in nach VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN. 1—2. — Die Pusztakirche in ihrem ursprünglichen Zustande. 3. — Der heutige Zustand der Kirche mit der angebauten Villa Benard. 4. — Das im Heiligtum der Pusztakirche gefundene kopflose Skelett. 5. — Békásmegyer-Pusztakirche. Détails einer Grube, oder von Hüttenwohnungen. 6. — Békásmegyer-Pusztakirche. Situationsplan der Ausgrabungen. 7. — Békásmegyer-Pusztakirche, Wohngrube von Osten aus gesehen, im Vorraum, bei D. Sichel und Pferdekiefer . 8. — Békásmegyer-Pusztakirche. Grubenwohnung von S. aus gesehen. 9. — Glockenbecher und Schüssel. 10. — Kleinere Funde. 11. — Bruchstück einer Inschriftentafel aus der Renaissancezeit, neben der Kirche vorgefunden. unten gedrehter Tage. In ihnen war nichts* ausser gelblichbrauner Erde. Nach Stocki's Klassifikation gehören sie zur Gruppe I. In den Vertiefungen der Verzierungen fanden wir keine Spuren von einer weissen Inkrustation. Wahrscheinlich gibt es in der Nähe der obenerwähnten Funde Teichname, doch konnten wir das infolge der bereits erwähnten Gründe nicht feststellen. Beim Punkte »P« ein kegelstutzförmiges 10 cm hohes Gefäss. Die Farbe, ähnlich wie bei den vorerwähnten, rötlichbraun. Unter den kleineren Funden sind eine Basaltklinge und eine Jaspisklinge, eine Feuerstein-Pfeilspitze, ein Bronzeriemenende avarischen Ursprungs, und zuletzt eine fast unversehrte Bronzefibel erwähnenswert. An der abschliessenden Scheibe finden wir 13 Löcher. Im Taufe der Ausgrabungen fanden wir Denkmäler aus dem Neolithikum, Aneolithikum, aus der Bronzezeit, aus der Hallstätter Illyrenzeit, aus der Ta Tène keltischen Periode, aus de Römerzeit, aus dem Mittelalter und der Renaissancezeit. Dieser Ort war also seit den vorgeschichtlichen Zeiten bis auf unsere Tage immer bewohnt, was man mit seiner erhöhten Stellung, seiner Nähe zur Donau und zu einem Bach erklären kann. 450