Képviselőházi irományok, 1881. XXII. kötet • 875-910. sz.

Irományszámok - 1881-888. A fiumei ügyben kiküldött magyar országos bizottság jelentése

112 888. szám. ist, auf denselben rechtlichen Standputikt, welchen auch der gegenwartige Landtag bei der Wahl dieses Regnicolar-Ausschusses in seinem, in der Sitzung vom 20. April 1882 gefassten Beschlusse dahin ausgesprochen hat, dass er Fiume als einen integrirenden Bestandtheil der Königreiche Dalmatien, Groatien und Slavonien betrachte, und dass diesem Rechte der genannten Königreiche weder der §. 66 des Gesetz-Artikels I 1868, noch das allerhöchste Rescript vom 27. Február 1882 praejudicire, — schliesslich auf den rechtlichen Standpunkt, welchen auch dieser Regnicolar-Ausschuss achten und wahren muss. Und wenn sowohl der Landtag, als auch dieser Regnicolar-Ausschuss auf die erwáhnte Weisevorgehen, so tragen sie sich mit keinen Planen und Illusionen, sondern sind einfach blos von Achtung für sich selbst, für die geographischen Gesetze und für das Rechtsbewusstsein der Nation durchdrungen, welches die sicherste Gewáhr unzertrennlicher Staatsgemeinschaft der Lánder der ungarischen Krone bietet. Jedoch wenn auch fest auf diesen Boden stehend, ist die Regnicolar-Deputation doch über­zeugt, dass sich die Interessen des Staates, der Königreiche Dalmatien, Croatien und Slavonien und der Stadt Fiume, innerhalb des Rahmens des oberwahnten Standpunktes ganz gut in Einklang brin­gen lassen. Es wird wohl kein ungarischer Patriot auch nur einen Augenblick dem Gedanken Raum gebén, dass die Stadt Fiume, als integrirender Bestandtheil der Königreiche Dalmatien, Groatien und Slavonien, dem ungarischen Staate entfremdet würde, denn er würde dadurch zugeben, dass diese Königreiche dem letzteren fremd seien; kein ungarischer Patriot wird den Gedanken fassen, dass die Stadt Fiume, als integrirender Bestandtheil der Königreiche Dalmatien, Croatien, Slavonien, die Unter­stützung und Opfer des Staates nicht verdiene, denn es würde durch einen solchen Gedanken der Krieg erklart werden allén materiellen Interessen dieser Königreiche, welche dieselben vertrauensvoll der unparteiischen Fürsorge der gemeinsamen Legislative und der gemeinsamen Executive über­tragen habén. In dieser Beziehung hat ja der Staat vollkommen freie Hand und die gesammte Macht sowohl in den Königreichen Dalmatien, Croatien und Slavonien, als auch in Fiume, und wir erkennen es gerne und dankbar an, dass der Staat die auf gesetzlichem Wege erlangte Macht in Fiume auf eine, über alles Erwarten glanzende und heilsame Art ausgeübt hat, gewiss zu seinem, sowie auch zum Vor­theile der Königreiche Dalmatien, Croatien und Slavonien und der Stadt Fiume. Der Regnicolar-Aus­schuss möchte auch nicht für einen Augenblick diese so glanzende und erfolgreiche Thátigkeit und den Fortschritt stören oder eingestellt sehen; ist ihm doch die berücksichtigungswerthe Ausnahms­stellung der Stadt, in Hinblick auf ibre bedeutende Zukunft in mercantiler Beziehung, klar. Der Reg­nicolar-Ausschuss gesteht au, dass der Staat an einer solchen Stadt noch ein wichtigeres Interessé hat, als es jené sind, die er in den Königreichen Dalmatien, Croatien und Slavonien wahren soll, der Regnicola'r-Ausschuss verschliesst sich keineswegs der Einsicht, dass die Bevölkerung der Stadt Fiume mit Rücksicht auf derén bedeutende Aufgaben in mercantiler Hinsicht, auch noch auf andere Institu­tionen und Rücksichten, als die übrigen Stadte der Königreiche Dalmatien, Croatien und Slavonien, Anspruch machen könne, ist jedoch der festen Ueberzeugung dass weder diese Rücksichten, noch das Staatsinteresse, durch die Anerkennung dieses unseres Rechtsstandpunktes ausgeschlossen werden, und es wird sowohl dieser Regnicolar-Ausschuss, als auch zuversichtlich auch der croatische Landtag, mit der giössten Bereitwilligkeit jenen Antrágen entgegenkommen, welche der geschatzte ungarische Reg­nicolar-Ausschuss, und die geschatzten Vertreter der Stadt Fiume, auf dem bezeichneten Wege und in der gedachten Richtung zu stellen béliében werden.

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