Nyelvtudományi Közlemények 80. kötet (1978)
Tanulmányok - Erdődi József: Időszámítás a volgai és a permi népeknél, különös tekintettel a mari hó- és napnevekre [Zeitrechnung bei den wolgaischen und permischen Völkern unter Berücksichtigung der Namen der Tage und Monate im Tscheremissischen] 55
IDŐSZÁMÍTÁS A VOLGAI ÉS A PEEMI NÉPEKNÉL... 75 Zeitrechnung bei den wolgaischen und permischen Völkern unter Berücksichtigung der Namen der Tage und Monate im Tscheremissischen von JÓZSEF ERDŐDI •i Es wird das Problem des Zeitbegriffs und der Zeiteinteilung bei den Völkern des Wolga-Bassins studiert. Die Finnougrier legten die Grundlage der eigenen Chronologie, indem sie Mondmonat, Tag -f- Nacht, Jahreszeiten unterschieden. Es werden in erster Linie und als Ausgangspunkt die Monatsbenennungen und Namen der Wochentage bei den Tscheremissen studiert, dieselben werden einerseits mit mordwinischen und permischen, andrerseits mit türkischen verglichen. Es wird festgestellt, daß das finnisch-ugrische Erbe (Monatsnamen bzw. Namen der Tage, falls sie überhaupt vorhanden waren) vollkommen verloren gegangen sind. Die Naturerscheinungen, die wirtschaftliche Entwicklung bestirnten die Änderungen, dazu gesellte sich der zivilisatorische Einfluß der Türkvölker in der Wolga-Gegend. Verfasser beweist: das System der Chronologie zerfällt in Teilsysteme. Die Änderung der Grundlage wirkt nicht gleichmäßig und mit einem Schlag auf allen Teilgebieten. Um dies zu beweisen, führt er parallel und in Tabellen dargestellt die zeitlich verschiedenartige Entwicklung an. In unseren Tagen erscheint die kulturelle Wirkung des Sowjetstaates, sie bewirkt eine Vereinheitlichung durch Einführung der sog. „klassischen" Monatsnamen und der amtlichen Feiertage. Es war schon die orthodoxe Kirche, die das alte System volens nolens zum größten Teil zertrümmert hatte (das Aufscheinen von Namenstagen, religiösen Feiern). Wir sehen, daß semantische Gruppen fortwährend in Bewegung sein können; Ausmerzung des Alten und Einführung des Neuen spricht von der ständigen Entwicklung, Verfeinerung der Nomination. Es kann zum Prinzip erhoben werden, daß es keine eingekapselten Systeme gibt, sie sind stets offen und ändern sich den Zeitforderungen gemäß. MK = MapJia Kajierçzjapb 1910 HÍÍJiaH. Ka3aHb. MM = ynöMapHft (B. M. Bacmibeß) MapHH My-rep. MOCKO 1926 (1928). MPCJI. 1956 = MapHHCKO-pyccKHH cjioßapb. TJI. pefl. B. A. CepeöpeHHHKOB.