Nyelvtudományi Közlemények 70. kötet (1968)
Tanulmányok - Rédei Károly: A permi nyelvek első szótagi magánhangzóinak a történetéhez [Zur Geschichte der Vokale der ersten Silbe in den permischen Sprachen] 35
A PERMI NYELVEK ELSŐ SZŐTAGI MAGÁNHANGZÓINAK A TÖRTÉNETÉHEZ 45 permischen Sprachen §, — im Wotjakischen infolge eines sporadischen Lautwandels manchmal j (< e). Das syrj.-wotj. e mag auf einen urpermischen labialen *d-Laut zurückgehen (vgl." E. ITKONEN: FUF. XXXI, 292 ff.; V. I. LYTKIN, VokPerm. 140). Die von den Wörtern der ersten und zweiten Gruppe abweichende Lautvertretung in den permischen Sprachen deutet darauf, daß sich in den Wörtern der dritten Gruppe ein anderer vorpermischer (finnisch-ugrischer) Vokal vorfand. In diesen Fällen ist der ursprünglichere Vokal nicht im Finnischen, sondern in den permischen und den ugrischen Sprachen bewahrt worden. STEINITZ (CIFU. 57; FgrVok.2 149) nimmt als finnischugrisches Vorbild ein i an, nach der Meinung des Verfassers ist jedoch mehr angebracht von einem fiugr. *e-Laut auszugehen. Das dem urfinnischen *e entsprechende permische i •(< urpermisch *ú) ist durch die labiale Konsonantenumgebung zu erklären. Unter dem Einfluß des labialen Konsonanten entspricht in mehreren Fällen auch dem finnischen kurzen e ein i (<: *ù) in den permischen Sprachen. Daraus, daß die Vertretungen der finnischen langen und kurzen Vokale in den permischen Sprachen zusammenfallen, kann die logische Schlußfolgerung gezogen werden, daß das vorpermische Vokalsystem die Korrelation der Länge und der Kürze nicht kannte. Ohne die langen Vokale und mit der Annahme des *e zeigt das vorpermische (finnisch-ugrische) Vokalsystem das folgende Bild: a ä 0 e e u [ü] i Aus diesem Vokalbestand sind das urpermische Vokalsystem und die Systeme der permischen Sprachen (bzw. Mundarten) unter der Einwirkung verschiedener Faktoren ^Labialisierung, Geschlossenwerden, Zusammenfäll und Spaltung von Phonemen, Horiz;ontalwerden bzw. Verschwinden der vertikalen Vokalharmonie) entstanden. KÁBOLY REDEI