Nyelvtudományi Közlemények 60. kötet (1958)

Tanulmányok - Collinder, Björn: Der Akkusativ im Wogulischen 17

20 BJÖBN COLLINDER der Schlussvokal der silbischen Variante der Akkusativendung im Wogulischen sei mit dqm Possessivsuffix der 3. Person Sg. identisch. Diese Hypothese (Alternative 6) ist nur eine morphologische Auslegung der Alternative 5. Sie ist bedeutend einfacher als die Alternativen 2—4. (Bei der Alternative 1 müsste man fragen, warum der uralische Schlussvokal der 3. Silbe sich eben im Wogulischén bewahrt hat und nur im Akkusativ.) Die Alternative 6 soll hier begründet werden. Nach LAVOTHA soll der m-Akkusativ nicht nur in einzelwogulischer Zeit, sondern sogar durch eine dialektale Entwicklung aufgekommen sein. („Az ősmanysiban a tárgyat a szórend jelölhette és esetleg az állítmány . . . ... a manysiban a tárgy eredetileg jelöletlen volt, és az északi nyelvjárásban ez a jelöletlenség megőrzött régiség.") Die Stellungnahme LAVOTHAS ist typisch für eine ganze Schule von Sprachforschern, die geneigt sind weitgehende Schlüsse e silentio zu ziehen und die gemeinsamen Bestandteile gegenseitig nahe verwandter Spra­chen durch parallele Entwicklung hinwegzuerklären. Immerhin kann die soeben angeführte Äusserung gutgeheissen werden, wenn man nur tárgy (Objekt) durch határozatlan tárgy (unbestimmtes Objekt) ersetzt und die Bemerkung über den nördlichen Dialekt streicht. LIIMOLA hat gezeigt, dass es Spuren (wenn auch nicht ganz sichere) davon gibt, dass der Akkusativ auf -m auch im Nordwogulischen üblich gewesen ist. Es sei auch darauf hin­gewiesen, dass AHLQVIST für den Pelymdialekt die Akkusativendung -та, -те angibt. Wenn auch der Terminus Pelymdialekt bei AHLQVIST einen weiteren Umfang hat als bei MUNKÁCSI, ist jedoch zu beachten, dass AHLQVIST den betreffenden Dialekt eben an der Pelymka kennengelernt hat. Gegen die Ansicht ZSIBAIS, MÉSZÖLYS und LAVOTHAS, dass die wogulische Akkusativendung mit dem Possessivsuffix der ersten Person Sg. identisch sei, spricht, wie LIIMOLA hervorhebt, besonders die Tatsache, dass das Posses­sivsuffix der ersten Person nur selten als bestimmter Artikel fungiert; man sollte eher das Possessivsuffix der dritten Person erwarten. Wie stimmen nun die Verhältnisse in den wogulischen Dialekten zur Hypothese, dass der Auslautkonsonant der silbischen Gestalt der Akkusativ­endung mit dem Possessivsuffix der 3. Person Sg. identisch sei? Was zuerst den Tawdadialekt betrifft, ist die Übereinstimmung ideal. Die Akkusativendung ist zufolge MUNKÁCSI -тэ (in hintervokalischen Wörtern) ~ -mi (in vordervokalischen Wörtern). Das Px3sg ist -э *? -*.- Dazu kommt noch ein Umstand, wodurch unsere Hypothese geradezu positiv bestätigt wird: nach dem Possessivsuffix der 3. Person tritt die Kasusendung in der Gestalt -m auf. (,,. . . а 3. személyű birtokosraghoz járulva [az akkusativus] alakja végmagánhangzó nélkül: -m, pl. ... nältähdm ustil fogta fegyverét.") Dasselbe ist an der unteren Lozwa der Fall, sowie anscheinend auch an der mittleren Lozwa und im Kondadialekt. Im Kondadialekt hat der Akkusativ die Endung -тэ, -т. Das Px3sg ist dagegen -ät; bisweilen tritt es aber auch in der Gestalt -э auf. („Elvétve — különösen a Felső-Konda vidékén — előfordul az egyes birtokra vonatkozó egyes számú 3. személyű birtokosragnak egyszerűbb -э alakja is . . . vit víz: vitd . . .") An der mittleren Lozwa lautet die Akkusativendung -тэ, -m, das Px3sg -<%, -ät. An der unteren Lozwa lautet die Akkusativendung -та ~ -mä, das Px3sg -ät. Nach dem was wir von den Verhältnissen im Kondadialekt ver­•

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