Múzeumi műtárgyvédelem 17., 1987 (Központi Múzeumi Igazgatóság)
Néprajzi tárgytípusok kialakulásáról és restaurálásáról - Fertői Miklós: Ormánsági konyhaszekrény restaurálása
an mehreren Stellen, der Rahmen verschob sich. Die Zierleisten der Schubladen platzten, eine Profilleiste fehlte. Die Oberfläche des Schrankkörpers war durch das ständig darauf tropfende Wasser - sicher von den gespülten Geschirrteilen - fast völlig morsch. Die Metallteile korrodierten stark, besonders das Türschloss, welches an einigen Stellen durchlöchert war. Im Verlauf der Restaurierung wurde zuerst die dik- ke Staub- und Oberflächenschmutzschicht entfernt, danach der Küchenschrank in seine Einzelteile zerlegt. Die Teile wurden mit fettalkoholsulfathaltigem Schaum, mit wenig Wasser gereinigt. Der hartnäckige, schwarze, ölig herabrinnende Schmutz wurde mit Dimethilformamid gelöst. Die Desinfizierung des Küchenschrankes führte er mit Xylamon (Wirkstoffe: Monochlornaph- thalen, Pentachlorphenol) durch, dies wurde mittels Pinsel auf das Holzmaterial des Möbels noch im zerlegtem Zustand aufgetragen. Danach bekamen die Füsse, die Deckplatte, die Regale des Oberteiles und alle Teile, bei denen es aufgrund Käfer- und Schimmelschäden nötig erschien, eine Verstärkung durch das Epoxiharz Eporezit FM 20 (ungarisches Erzeugnis). Das Mischverhältnis des Harzes mit dem Versetzungsmittel war 100:20; zwecks besseren Aufsaugens wurde das Material mit Xylol im Verhältnis 1/3 zum Harz verdünnt. Die fehlenden Teile wurden zum Teil durch Eichenholz, zum Teil durch Epoxiharz ersetzt. Die stark verschmutzten Metallteile des Küchenschrankes wurden zuerst mit einer 10% Lösung von Natriumhexamethaphosphat, danach mit einem phosphorsäurehaltigen Putz- und Passivierungsmittel (Ferropasszit, ungarisches Produkt) behandelt. Das an mehreren Stellen durchlöcherte Schloss wurde durch mit Eisenpulver gefülltem Epoxiharz ausgebessert. Zuletzt wurden die Metallteile mit in Azeton gelöstem (5% Lösung) PVB überzogen. Nach der völligen Zusammenmontierung pinselte er die Oberfläche des Schrankes mit einer Terpentin-Bienenwachs-Kolphonium- Lösung (85 g Bienenwachs, 15 g Kolophonium 1 1 Terpentin) ein, nach einigen Tagen überzog er es nach dem Abbürsten mit einer Haarbürste mit einer 2% Azetonlösung von Paraloid B 72. Mit diesem Schutzüberzug will der Restaurator die rasche Verschmutzung der eingewachsten Oberfläche vermindern, bzw. ihr Vorbeugen . 135