Múzeumi műtárgyvédelem 16., 1987 (Központi Múzeumi Igazgatóság)
Történeti, ipartörténeti emlékek restaurálásáról - Újszászy Ágnes: 19. század eleji fa patikaláda és gyógyszergyűjtemény restaurálása
20. The top of medicine chest before restoration 21-22-23. The medicine chest after restoration UJSZÄSZY, Agnes Restaurierung eines Arzneikastens und einer Medikamenten- sammlung vom Anfang des 19. Jahrhunderts - Zusammenfassung Die Lade selbst wurde als Arzneikasten hergestellt, was aber ihren Inhalt betrifft, so wäre sie eher als Medikamenten- sammlung zu bezeichnen. Das Grundmaterial der Sammlung gründet sich auf die in der vierten Auflage des Pharmacopaea Au- strica vorkommenden Arzneien, welche aber vom ursprünglichen Besitzer Dr. József Verebély später entsprechend der nächsten Auflage des Pharmacopaea erweitert wurde. Dies erscheint z.B. durch das Deutro jodoretum wahrscheinlich, da diese Arznei erst seit 1855 im Arzneibuch vorkommt. Der Arzneikasten gelangte 1981 durch Kauf von der Familie Verebély in das Semmelweis Medizinhistorische Museum. Die Arzneikästen sind zur Aufbewahrung von Medikamenten dienende, meistens aus Holz hergestellte Kisten, Laden oder mit Türen versehene Möbelstücke. Ihr Äusseres ist ihrer Funktion, dem Geschmack, der gesellschaftlichen Position ihrer Besitzer nach verschieden. Die Verfasserin beschäftigt sich in ihrer Studie ausführlich mit der Funktion der verschiedenen Arzneikästen, wie Haus-, Taschen-, Reise- und Feldapotheken. Sie gibt aufgrund zeitgenössischer Schilderungen deren Ausrüstung bekannt. Auf der gewölbten Decke des von der Verfasserin restaurierten Gegenstandes sind Eisenbeschläge zu finden, an dessen Seiten sind Griffe, an die Giebelseite war ein mit Schlüssel zu öffnendes Schloss montiert. Die Vorderseite des Kastens kann nach dem öffnen herausgezogen werden und so werden seine drei Schubladen sichtbar. In der Obersten befinden sich drei verzinnte Schachteln, ein Serpentinmörser und fünf quaderför268