Múzeumi műtárgyvédelem 4., 1977 (Múzeumi Restaurátor És Módszertani Központ)

H. Sallai Mariann: Műemléki környezetben lévő képzőművészeti alkotások restaurálása

H. SALLA1, Mariann Restaurierung der in der Umgebung von Denkmalen befindlichen Objekte der Bildkunst Der Theoretische Ausschuss für Bauwesen der Ungarischen Akademie der Wissen­schaften hat 1965 eine Enquete veranstaltet, an der die Methodik und die theoretischen Gesichtspunkte der Restaurierung von Objekten der Bildkunst im Sinne der Venediger Charta diskutiert wurden. Die Objekte der Bildkunst und des Kunstgewerbes sind von dem Gebäude selbst un­trennbar und auch deren Restaurierung ist an die jeweiligen Prinzipien der Wiederher­stellung des betreffenden Denkmals anzupassen. Die wiederhergestellten Gebäuden müssen den aus einer gewissen Funktion resul­tierenden Anforderungen gerecht werden. Die Notwendigkeit der Ergänzungen ist der Funktion öfters gerade proportional. Der andere Gesichtspunkt ist die innere Gesetzmassigkeit der Kunstarten der bilden­den Kunst und des Kunstgewerbes (strukturelle Abgeschlossenheit). Die maximale An- passungs- und Einfühlungsfahigkeit sind grundsätzliche Anforderungen an den Restaurator. Er muss das richtige Mass bei der Bewahrung der Authentizität und der Hebung der künstlerischen Wirkung der Kunstobjekte finden. Ein spezielles ungarisches Problem ist die gleichzeitige Darstellung von mehreren, aufeinander folgenden Perioden und dadurch die Gestaltung einer neuen esthetischen Ordnung. Die esthetische und die historische Seite sind voneinander untrennbar. Bei den barocken Gemälden kann die Unvollständigkeit der malerischen Kompositionen infolge der malerischen Weiterformung des Raumes nur schwer erduldet werden. Die Restaurierung ist ein solcher Eingriff, welcher eine gewisse Änderung des be­stehenden Zustandes mit sich bringt. Bei der Ergänzung werden die fehlenden elemen­taren Teile des Gemäldes im Interesse der Formeinheit (und der besseren Verständlich­keit) ergänzt. Es darf nur so ausgeführt werden, dass der ergänzte Teil von originalen eindeutig unterschiedet werden kann. Die erhalten gebliebenen Originalteile dürfen nicht verletzt (zum Beispiel bemahlt) werden. Es soll zurückhaltend ausgeführt und nur auf die wichtigsten Momente beschrankt werden. (Text of the lecture sent to the 1978 Zagreb Triennale. The complete French text is in the preprint of the Triennale. /Ed. /) 48

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