Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 49. (2001) - Quellen zur Militärgeschichte – 200 Jahre Kriegsarchiv
TAFERNER, Karl: Die Militärmatriken im Kriegsarchiv Wien 1633–1938
DIE MILITARMATRIKEN IM KRIEGSARCHIV WIEN 1633-1938 Eine Bestandsübersicht von Karl Taferner Der im Kriegsarchiv erliegende Bestand „Militärmatriken“ zerfallt entsprechend seiner Provenienz in die Hauptreihe und in die Kriegsmatriken. Die Hauptreihe umfasst die Matriken der k. (u.) k. Armee und des ersten Bundesheeres sowie die jeweils dazugehörigen Zweitschriften (Duplikate). Der Kriegsmatrikenbestand teilt sich in die Sterbematriken des Ersten Weltkrieges samt Zweitschriften und in die Tauf-, Trauungs- und Sterbematriken des Ersten Weltkrieges. Die Matriken der Hauptreihe haben in ihrer Signatur eine führende Null (z.B. 02432) und werden entsprechend der Tradition des Bundesministeriums für Inneres mit „AB“ (= Archivband) bezeichnet. Die in Kartons abgelegten Zweitschriften zur Hauptreihe haben idente Signaturen und werden daher mit der Beifügung „Zweitbuch, Karton [...]“ zitiert. Beim Großteil der Kriegsmatriken enthält ein Band jeweils mehrere Signaturen. Daher werden diese Matriken nicht nach dem Band, sondern nach der Signatur- Nummer zitiert, z.B. Nr. 3433 oder Nr. N/1897. Der geringere Teil wird hingegen mit „Bd.“ (= Band) bezeichnet. In der nachfolgenden Bestandsübersicht sind den einzelnen Matrikelserien jeweils die dazugehörigen Findmittel angeschlossen. Diese umfassen sowohl zeitgenössische Kanzleibehelfe, die noch zur Zeit der Monarchie im Zuge des Geschäftsganges entstanden waren, als auch Archivbehelfe, die erst im Bundesministerium für Inneres und im Kriegsarchiv angefertigt wurden. Diese „modernen“ Archivbehelfe sind mit einem (*) bezeichnet. Außerdem sind den meisten Matrikelbänden eigene (zeitgenössische) Namensindizes beigebunden. Die einzelnen Matrikelserien sind mit arabischen Ziffern von (1.) bis (21.) durchnummeriert. Diesen Nummern sind auch die entsprechenden Findbehelfe zugeordnet. Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 49/2001 91