Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 48. (2000)

AGSTNER, Rudolf: Österreichische Konsulate in der Schweiz

Rudolf Agstner ungern vermieten. Manche Hausbesitzer wollten sich, sobald sie erfuhren, daß das Lo­kal für ein Konsularamt benötigt wird, in eine weitere Verhandlung überhaupt nicht mehr einlassen, weil sie befürchten, daß der Andrang und das Herumstehen vor dem Konsulatsgebäude unserer nicht sehr reinlichen Auswanderer, nicht allein das betref­fende Mietobjekt, sondern selbst daran angrenzende Grundstücke entwerten wird, wie das beim hiesigen von Auswanderern ebenfalls stark besuchten italienischen Konsulat auch tatsächlich der Fall ist [...].76 Von drei geeigneten Objekten, die Jeszenszky ausfindig gemacht hatte, wurde schließlich ab 1. April 1912 für zwei Jahre das dem Architekten A. Romang gehö­rende Haus A. Böcklinstraße 37 um 5 300 Franken jährlich gemietet. Es diente als Konsulatskanzlei und Wohnung des Amtsleiters; in einem neuen Mietvertrag wur­de ab 1. Januar 1915 die Miete auf 4 000 Franken herabgesetzt. Als Romang den Mietvertrag kündigte, übersiedelte das Konsulat ab 1. Oktober 1916 in das Einfa­milienhaus Marschalkenstraße 40, das um günstige 2 600 Franken Jahresmiete von Frau Maria Haberbusch für zwei Jahre - inklusive Zubehör und Garten - gemietet wurde.” 76 ÖStA, HHStA, AR, F 8, K 77, Basel, K. Basel III Adm vom 22. Februar 1912. 77 Ebenda, K. Basel 4 520/A vom 19. September 1916. ' Der Autor dankt Marion Tröbinger, ÖGK Basel, für die Identifizierung der noch heute bestehen­den Villa. 38 Abb. 4: Das k. u. k. Konsulat Basel, Arnold Böcklin-Straße 37™

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