Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 48. (2000)
AGSTNER, Rudolf: Österreichische Konsulate in der Schweiz
Eduard Schneeli-Berri durch den Architekten Conrad (Hans Heinrich) von Murait70 einen Anbau der Villa Seestraße 161 gegen Norden durchfuhren. Noch bevor das aus Glarus stammende Geschlecht der Schneeli 1954 ausstarb71, wurde das über 18 000 m2 große Schneeligut an eine Firma verkauft, die das Areal teilweise verbauen wollte. Als dies nicht möglich war, erwarb die Stadt Zürich am 26. November 1952 das Areal um 2,145 000 Franken.72 Die Stadt Zürich betrieb dort jahrelang die „Eingliederungsstätte Brunau“. Nach der Renovierung der Villa durch die Stadt Zürich übersiedelte das Österreichische Generalkonsulat im Juli 1998 ins „Schneeligut“73; die feierliche Eröffnung fand in Anwesenheit von viel Prominenz am 24. Juni 1999 statt. Von der Gesamtfläche des Schneeligutes von 919 m2 wird der Großteil von Österreichs Generalkonsulat benutzt. Im Parterre und im 1. Stock befinden sich die Amtsräume, im Dachgeschoß die Amtswohnung des Generalkonsuls. Österreichische Konsulate in der Schweiz - Teil I Schindler - Escher Caspar Przibram Ludwig Ritter von Gladona Pauli Carl von Ritter von Entzebühel Bauhi Konstantin Frh. von Appelshoffen Feiner Alfons von der Arl Lippert Stephan von Granberg Maurig Emst Ritter von Sam- feld Hügel Erwin Strautz Felix * Mollis (Glarus) 2.8.1828 f 1902 * Prag 2.6.1840 t München 23.6.1916 * 8.12.1854 t ? * 27.6.1860 t ? * 13.7.1862 t ? * Arad 11.6.1858 + Zürich 11.11.1911 * Wien-Mauer 1.10.1860 t Zürich 1.8.1919 * Großwardein/Nagyvarad, Komitat Bihar Ungam 10.7.1878 + Berlin 24.12.1942 * Jerusalem 14.5.1884 t ? HK 17.5.1872 -31.12.1885 K 10.12.1885 (15.1.1886) GK 8.1.1895 - 12.7.1898 (Pens) GK 12.7.1898 -6.1.1906 GK 6.1.1906- 13.10.1908 pr.Ltg. 30.10. (16.11.) 1907I. 10.1908 GK 11.10.1907 (1.10.1908) II. 11.1911 (f) GK 9.12.1911-1.8.1919(f) VK, Ger. 1.10.1919 - 2.2.1920 VK, Ltr. 3.2.1920 - 30.6.1920 K 1.7.1920 - 30.5.1921 K 12.5.1921 -20.12.1923 70 * Zürich 29. März 1859, t Vitznau 30. Juni 1928; zwischen 1890 und 1910 einer der meistbe- schäftigten Zürcher Villenarchitekten. 71 Die letzte Nachfahrin war die 1871 geborene Helene Schneeli-Schweizer; zu einer Würdigung von Gustav Schneeli siehe Neue Zürcher Zeitung 12. November 1942. 72 Weisung des Stadtrates an den Gemeinderat 250, Zürich 28. November 1952. 73 G u y er, Paul: Die Geschichte der Enge, Zürich 1980, S. 164. 35