Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 48. (2000)

AGSTNER, Rudolf: Österreichische Konsulate in der Schweiz

Rudolf Agstner August Karl Friedrich Schüller, géb. 1881, Zürich, Parkring 53, seit 1911 verhei­ratet mit Gertrud Ida von Planta, von Tamins und Samaden. Er war Kaufmann und Kavallerie-Oberleutnant. Walter Karl Artur Schüller, geb. 1889, Zürich, Hohenbühlstraße 16, seit 1916 verheiratet mit Gretel Hilda Meyer, von Oberhelfenschwil/St. Gallen. Der Bundesrat ersuchte am 7. März 1934 den Regierungsrat des Kantons Zürich um Stellungnahme zu beiden Schüllers, und erhielt am 28. März zur Antwort, dass man über die Wahl des einen oder anderen Schüller „sehr erfreut“ wäre. Am 20. August 1934 teilte die üsterreichische Gesandtschaft Bem dem Bundesrat mit, dass Khuner seinen Wohnsitz in Paris habe, wo er Generaldirektor der Unile­ver France wurde. Nunmehr wurde wegen der Bestellung von Dr. Ferdinand For­ster von Lenz angefragt, erneut wurde der Regierungsrat von Zürich befasst, dessen Antwort ziemlich zurückhaltend im Ton war. Khuner wurde am 31. Mai 1935 von seinem Posten enthoben; er erwarb am 27. November 1938 die franzüsische Staatsangehörigkeit. Auf Khuner folgte am 1. Juni 1935 der aus Baden bei Wien stammende Rechts­anwalt Dr. Ferdinand Forster von Lenz6', 1887 in Baden bei Wien geboren und durch Naturalisierung Bürger von Sonvilier im Bemer Jura. Forster, der am 18. März 1935 ernannt worden war, und mit Ida Amélie Eugénie von Lenz verhei­ratet. Forster war um 1920 Prokurist der von den Wiener Industriellen Josef, August und Dr. Walter Küfferle gegründeten Schokoladefirma Jos. Küfferle & Co. in Bem gewesen, die Ende 1929/Anfang 1930 ihre Tätigkeiten einstellte. Danach ließ sich Forster am 24. Juli 1930 in Zürich nieder, wo er 1932 das „Institut für Internatio­nale Rechts- und Wirtschaftsberatung“ gründete, verfugte aber über kein Vermö­gen. Sein Exequatur datierte vom 25. Mai 1935. Ursprünglich war in einem Vertrag de dato Zürich 24. / Bem 28. Mai 1935 festgelegt worden, dass ihm eine „nicht garantierte“ Gebührenbeteiligung von 7 000 Schweizer Franken zustünde; dieser Betrag war offenbar unzureichend, um die Kosten des Dienstbetriebes abzudecken und wurde am 30. Januar 1937 auf 9 400 Franken, und schließlich am 25. September 1937 auf 11 800 Franken erhöht. Unter Forster befand sich das Konsulat in der Bahnhofstraße 73. Der Anschluss brachte das Ende der damals bestehenden österreichischen Ho­norarkonsulate in der Schweiz; Forster übergab die Akten des Konsulates schon am 12. März 1938 dem deutschen Generalkonsul in Zürich. Das Bundesblatt der 63 63 Zu Förster siehe Schweizerisches Bundesarchiv E 2 001 (D) 3/71, E 2 001 (D) 1/46, E 2 001 (D) 2 302; Adreßbuch der Stadt Bern 1 920-1926; Adreßbuch der Stadt Zürich 1 930 - 1 950;Region enbuch 1920-1940. 32

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