Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 45. (1997)

ERNST, Hildegard: Geheimschriften im diplomatischen Briefwechsel zwischen Wien, Madrid und Brüssel 1635–1642

Geheimschriften im diplomatischen Briefwechsel zwischen Wien, Madrid und Brüssel Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien (Texte a und c)8 wieder. Wie man sieht, wei­chen nur drei bzw. fünf Werte um mehr als 1 Prozent von den bei Beutelspacher angegebenen Zahlen ab. Die Veränderungen in Vokabular und Grammatik und die zahlreich vorkommenden Fremdwörter wie: attaquiren, bloquiren, Cavalleria, com- pagnia, effective, necesitirn, reducirt, succurs haben sich offenbar nicht sonderlich ausgewirkt. Wenn die Häufigkeitsstatistik hilfreich sein soll, so müßten die am häufigsten auf­tretenden Zeichen „e“ bzw. „n“ bedeuten. Text a weist folgende Frequenzen auf: 21 = e 93 mal 29 = n 90 mal 34 = s 72 mal 35 = t 69 mal 17 = a 68 mal 25 = i 68 mal 33 = r 62 mal 8 Text c ist wie Text a die deutsche Zusammenfassung eines Berichtes Melhos über die militärische Situati­on in den Niederlanden (1642). Die Berichte wurden von zwei verschiedenen Ziftemsekretären mit Code F verschlüsselt. Beide Kryptogramme weisen kurze Klartextpassagen auf. Ausgezählt wurden nur die ver­schlüsselten Teile. Die wenigen aus dem Nomenklator entnommenen Eigennamen wurden nicht mitge­zählt. HHStA Wien, Kriegsakten 144, fol. 77-81 und 92-97v. Die. Abb. 3 zeigt fol. 92r. 215

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