Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 42. (1992)

BURKERT, Günther R.: Die Reise österreichischer Gesandter an den Hof Karls V. im Jahre 1519. Die bisherige Forschung und der Bericht Trojan von Auerspergs

Günther R. Burkert landen und leutten das eerlichist und nutzesst sein werd. Wo aber die land anders in Ir Maiestet als vor getragn wurden, welle den kein glaubn gebn, untz Irer Maiestet den grundt und die warheit hab; wer­den sy woll gehandlt habn, lass Ir Maiestet gnedigklich gefallen, wer ubl gehandlt hab, er seye herr, mag straffen nach Seiner Maiestet gefalln. Aber auf sein red gabn wir auch in theutseh anthburt, Sein Maiestet soll kein fursorg tragn, dieweill wir ain gnedigen frumen herrn habn, so gezimbt sich gar woll, das hinwiderumb frumb und getreu underthanen habe, die werd Ir Maiestet also altzeit in den landen befunden. Seiner zukunfft welln wir in kurtz warttn, got den almechtigen pittn, welle Sein Maiestet mit gesundt freyden und glukhselligkeit furderlich zu uns bringen. Mit dem pot er uns di handt und warden abgefertigt. Also warden wir zu dem von Schivers zu dem mall gefuert und dan in sein zimmer hielt uns für, was vor dem kayser uns furgehaltn ward, doch für sich selbst so wolle er verhelffn das pesst in allen Sachen mit vil zirlichn warttn, dagegn wir ime auch zuegesagten, mit dem pesstn fueg anzu- tragn und gepettn der land furstandt zu sein, wo indert icht angetragen wurde wider sy, auch mit vili mer worttn des er sich erpot. Also'111) warden uns die brieff zuegesandt, yedlichem ain stukh sammat uberanthburt, und sein also am montag vor weyhennechten weggetzo- gen. nn) Hand 3: der gesandten abschidt von dannen. 62

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