Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 38. (1985)

THOMAS, Christiane: Cillier Urkunden. Archivbehelf zu den durch das österreichisch-jugoslawische Archivabkommen betroffenen Beständen der allgemeinen Urkundenreihe

Cillier Urkunden (3. Teil) 365 140 1352 Februar 19 Graf Friedrich von Cilli bestätigt gegenüber Abt Johann, dem Prior und dem Konvent von Oberburg, dem Benediktinerkloster das (niedere) Gericht und die Vogtei von Oberburg gegen jährliche Zahlung von 50 Mark Agleier Pfennigen zu Weihnachten überlassen zu haben. Ausgenommen ist die Blutgerichtsbar­keit. Vogteien in Frasslau und St. Georgen im Schaltal bleiben dem Grafen Vorbehalten. Wird die jährliche Summe nicht bezahlt, kann sich Friedrich an den Gütern des Klosters schadlos halten. Gleichzeitig wird aber der Cillier weiterhin als (Erb-)Vogt anerkannt. Siegler: Graf Friedrich von Cilli. Or., Perg., Sig. (Graf Friedrich von Cilli), RV, AV. Vgl. n. 141. 141 1352 Februar 19 Abt Johann, der Prior und der Konvent (des Benediktinerklosters) von Ober­burg bestätigen, auf ihre Bitte von Graf Friedrich von Cilli (niederes) Gericht und Vogtei von Oberburg unter den in n. 140 genannten Bedingungen erhalten zu haben. Siegler: Abt Johann von Oberburg, Konvent von Oberburg. Or., Perg., Sig. (Konvent von Oberburg), RV, AV. 142 1352 April 8 Otto, Sohn des Gundaker von Tum (zu Königsberg), und seine Schwester Adelheid verkaufen Graf Friedrich von Cilli zwei Teile ihres Gutes im Feist­ritztal gegen Trebitsch zu zwischen Hörberg und Unser Vrowen perg mit allem, was enhalb der Feistritz dazugehört, gegen ein (ungenanntes) Gut. Seinen bisherigen Besitz hatte Otto ursprünglich als Lehen des Hans von Königsberg inne, der es dem Cillier aufgegeben hatte. Siegler: Otto von Tum (zu Königsberg). Or., Perg., Sig. (Otto von Tum [zu Königsberg]), RV, AV. 143 1352 Mai 25 Hans von Landstraß verkauft auf den Rat des Schenk Rainer von Osterwitz seine manschaft dishalb der Gurk Graf Friedrich von Cilli gegen ein (unge­nanntes) Gut. Dazu gehören: vier Huben in Pirch, die Schilt von Gurkfeld (zu Lehen) hat, fünf Huben in Pirch, die Friedrich hat, fünf Huben in Jeusche, die Penczel hat, fünf weitere Huben in Jeusche, die Martin hat, sechs Huben, die Gündel hat, eine Hube, die Dorndräl hat, einen Hof, den man auf drei Huben schätzt und den der Bruder des Dorndräl hat, und einen Hof, den Otto von Apholter hat. Siegler: Hans von Landstraß. Or., Perg., Sig. leicht besch. (Hans von Landstraß), RV, AV.

Next

/
Thumbnails
Contents