Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 38. (1985)
THOMAS, Christiane: Cillier Urkunden. Archivbehelf zu den durch das österreichisch-jugoslawische Archivabkommen betroffenen Beständen der allgemeinen Urkundenreihe
Cillier Urkunden (3. Teil) 363 132 1351 Mai 15 Wilhelm von Schärfenberg setzt Graf Friedrich von Cilii, Albrecht von Wildhaus, Rudolf von Katzenstein, Diepold den Chaeczlein von Katzenstein und Nikel den Kienberger als Bürgen für eine Summe von 50 Mark Agleier Pfennige gegenüber den Juden Mosche und Chadgym (von Cilli). Fälligkeitstermin ist 1352 April 24. Siegler: Wilhelm von Schärfenberg. Or., Perg., Sig. leicht besch. (Wilhelm von Schärfenberg), RV, AV. Vgl. n. 133. 133 1351 Mai 15 Wilhelm von Schärfenberg setzt Graf Friedrich von Cilli, Albrecht von Wildhaus, Rudolf von Katzenstein, Diepold den Chaeczlein von Katzenstein und Nikel den Kienberger als Bürgen für eine Summe von 30 Mark Agleier Pfennige gegenüber den Juden Mosche und Chadgym (von Cilli). Fälligkeitstermin ist 1351 November 11. Siegler: Wilhelm von Schärfenberg. Or., Perg., Sig. leicht besch. (Wilhelm von Schärfenberg), RV, AV. Vgl. n. 132. 134 1351 Mai 19 Ulrich der Pilz von Metletsche verkauft Graf Friedrich von Cilli sein Eigengut, zwei öde Huben in Dobritschendorf, gegen ein (ungenanntes) Gut. Siegler: Ulrich der Pilz, Martin von Stein. Or., Perg., 2 Sigg. (Ulrich der Pilz, Martin von Stein), RV, AV. 135 1351 Mai 30, Marburg Friedrich von Wallsee ob der Steiermark entscheidet als von beiden Parteien nominierter Schiedsrichter über die Auseinandersetzungen Graf Friedrichs von Cilli mit dessen swager Herdegen von Pettau: Die „Lehenschaft“ des Anteils der Katzensteiner an der Burg Katzenstein fällt an den Cillier; die Ansprüche der Katzensteiner muß der Pettauer nicht entgelten; zukünftige Streitigkeiten zwischen Cilli und Pettau wird Rudolf-Otto von Liechtenstein entscheiden; dem Pettauer bleiben der Geyer Turn und 20 Huben in monschaft wider die lehenschaft sowie vier Huben, die Polan besessen hatte; der Zehent zu Neukirchen, dessen Nutznießer Herdegen war, gehört zur Gänze Friedrich, wie auch Gurkfeld; die Katzensteiner sollen dem Lindegger bis 1351 September 29 40 Mark Grazer Pfennige für neun Huben bezahlen; (Diepold der) Chaetzlein/Chaetzel der Katzensteiner darf keine Forderungen gegenüber Herdegen erheben, der ihm Hengste weggenommen hatte. Siegler: Herdegen von Pettau, Friedrich von Wallsee ab der Steyrmarch. Or., Perg., 2 Sigg. (Herdegen von Pettau, Friedrich von Wallsee [leicht besch.]), RV, AV.