Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 34. (1981)
WEISS, Brigitta: Archivalien zur Geschichte der Casa de Austria in Madrider Archiven und Bibliotheken
Archivalien zur Geschichte der Casa de Austria 409 9060 Manuskripte beherbergt die Biblioteca de la Real Academia de la Historia. Die Akademie geht zurück auf die Tertulias des D. Julián de Hermosilla (1735). 1738 wandelte Philipp V. sie in eine Real Acadefnia mit dem Sitz im königlichen Palast um, 1751 gründete er eine akademieeigene Bibliothek. 1773 wanderte die Akademie in das heute als Real Panaderia bekannte Haus der Plaza Mayor; 1852 schließlich bekam die Akademie die Casa del Nuevo Rezada, Calle León, 21, zugewiesen, wo sie bis heute ihren Sitz hat11). Für die Handschriften gibt es einen Katalog (maschinschriftlich, in Bandform) unter dem Titel Biblioteca de la Real Academia de la Historia. Indice de fondos antiguos manuscritos. Vol. 1-6 (s. 1. s. d.). Dazu kommt der als Rodriguez Villa zitierte Indice por referendas y autores (maschinschriftlich, in Bandform). Schließlich gibt es ein sehr nützliches Heft por colecciones: Jedem publizierten Titel ist der Name der Colección, in der das Dokument publiziert wurde, beigefügt. Es handelt sich um folgende Colecciones: Abella, Abad y Lasierra, Boturini o Memorias de Nueva Espana, Carranza, Cortes y Fueros de Espana, Floranes, Garibay, Gusseme, Jesuitas, Martinez Mariana, Mata Linares, Mateos Murillo, Munoz, Sanz Barutell, Salazar, Sarmiento, Traggia, Vargas Ponce, Velázquez, Villanueva, Manuscritos árabes, Archivo de Lope de Soria. In diesem Zusammenhang von Interesse für uns sind die Colección Salazar und die Colección Archivo Lope de Soria. Der Name der ersteren geht zurück auf D. Luis Salazar de Castro. Sie bringt 1498 Dokumente, unter denen sich zweifelsohne zahlreiche mit Bezug auf die gemeinsame Geschichte Österreichs und Spaniens befinden (so z. B. Colección Salazar 57). Die Colección Archivo Lope de Soria geht zurück auf einen Gesandten Karls V. in Genua, Siena und Venedig und enthält unter anderem 115 Briefe Karls V. und 264 Briefe seines Bruders Ferdinand12). Aus dieser Colección sind besonders beachtenswert die Nummern 46, 89, 147. Aus der Biblioteca Cortés ist die Nr. 47 zu beachten. Aus der Real Academia de la Historia seien ferner zwei Titel als Beispiele festgehalten: Juan Cueto Herrera Historia de la Casa de Austria. 8 vols., ca. 1850 Luis López Ballesteros Documentos copiados en su mayoria dei Archivo de Si- mancas, referentes a los anos 1500—1578, especialmente sobre D. Juan de Austria. 20 vols., vor 1853. Im Indice des obengenannten Rodriguez Villa konnten z. B. Papeles varios mss. über die Belagerung Wiens13) unter dem Schlagwort Viena gefunden werden. Im Indice de fondos antiguos mss. findet man unter Carlos I, Rey de Espana, etwa 60 Titel, unter Carlos II, Rey de Espana, 9 Titel, unter Margarita de Austria 1 Titel, unter Mariana de Austria 2 Titel, unter 'b Vgl. Morales Vallespin Nueva Guia 163ff. 12) Vgl. ebenda 165. 13) Sign. 11-3-7-12.