Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 29. (1976)

RABE, Horst – STRATENWERTH, Heide – THOMAS, Christiane: Stückverzeichnis zum Bestand Belgien PA des Haus- Hof- und Staatsarchivs Wien

Belgien PA 443 liehen Literatur für einige wichtige Personenkreise, über deren Identifi­zierung im übrigen keine Zweifel bestehen, modifiziert worden, und zwar in folgender Weise: 6.4.1 Deutsche und ausländische Fürsten, deren Namen im deutschen Sprachraum in deutscher Form geläufig sind, werden in dieser Form wie­dergegeben, also: Heinrich [VIII.] statt Henry [VIII.]; 6.4.2 die Päpste erscheinen unter ihrem offiziellen Papstnamen mit offi­zieller Zählung in römischen Ziffern, also: Leo X.; 6.4.3 die Mitglieder des Hauses Habsburg werden mit der deutschen Na­mensform ihres Vornamens aufgenommen. Da in diesem Personenkreis manche Vornamen mehrfach Vorkommen, sind gegebenenfalls, um Miß­verständnisse zu vermeiden, Erläuterungen hinzugefügt, z. B.: Maria, Tochter Karls. 6.5 Sind Absender bzw. Empfänger institutionell abgrenzbare Personen­gruppen, so werden sie mit einem entsprechenden Sammelbegriff ge­kennzeichnet, gegebenenfalls also durch den Namen der betreffenden Be­hörde. Handelt es sich um sonstige Mehrheiten von Personen, so werden diese nach Möglichkeit einzeln auf geführt; aus Gründen der Übersichtlich­keit sind die einzelnen Namen dann durchnumeriert. 6.6 Bei Instruktionen gilt in jedem Fall der Aussteller als Absender und der Instruierte als Empfänger, und zwar auch dann, wenn es sich um eine ostensible Instruktion handelt, die der Instruierte dem Verhand­lungspartner offenlegen bzw. übergeben soll. Daß es sich bei einem Stück der Korrespondenz um eine Instruktion handelt, wird jeweils eigens an­gemerkt. 7. Überlieferungsform 7.1 Die Kennzeichnung der Überlieferungsformen folgt zunächst der üb­lichen Unterscheidung in Konzepte (Minuten, M), Ausfertigungen (A) und Kopien (K). Dabei ist zu berücksichtigen, daß entsprechende zeitgenös­sische Kennzeichnungen oft wenig präzise sind; vor allem wird der Termi­nus „copie“ im 16. Jahrhundert häufig zur Bezeichnung auch von Konzep­ten verwendet. Da die bloße Unterscheidung von Konzepten, Ausferti­gungen und Kopien es nicht erlaubt, die — auch für den Benützer wich­tige — Formenvielfalt der Quellen hinreichend zu erfassen, ist in den fol­genden Listen die Kennzeichnung der Überlieferungsform weiter ausdif­ferenziert worden, und zwar nach folgenden Prinzipien: 7.2 Da es für den Benützer wichtig sein kann, rasch zu erkennen, ob z. B. eine Ausfertigung eigenhändig ist — etwa weil in diesem Fall regelmäßig kein Konzept existiert —, werden eigenhändige Stücke als solche gekenn­zeichnet (AE bzw. ME für durchgehend, Ae bzw. Me für teilweise eigen­händige Stücke). Sofern Konzepte für Briefe Karls, Ferdinands, Margare­tes oder Marias von Ungarn eigenhändig durch einen ihrer obersten Räte wie etwa Gattinara, Gran velle, Arras, Schore, Zwychem, Veltwyck oder Schepper geschrieben sind, wird darauf in einer Anmerkung hingewie­sen. 7.3 Die Korrespondenz Karls V. kennt Zweitausfertigungen, ja sogar Mehrfachausfertigungen eines Stücks, die etwa in Kriegszeiten auf ver-

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