Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 26. (1973)

NECK, Rudolf: Sammelreferat. Zeitgeschichte

484 Literaturberichte im Index nur zum Teil richtiggestellt werden, und Doppelschreibungen (Fehlin-Felin, Schlik-Schlick). Besondere Schwierigkeiten bereitete die Familie Enckevoert: Sie scheint in n. 337 als „Enkefurt“ auf, in n. 548 als „Enckherstorf“, in n. 571 als „Enckefurt“; im Index sind alle drei Vor­kommen getrennt ausgewiesen, das letztgenannte unter „Engelfurt“ (!). Daß die beiden letzten Nennungen sich auf das kaiserliche Regiment E. beziehen, ist bei der Indexnennung „Enckherstorf“ nicht ersichtlich. Die in der österreichischen Geschichte gemeinhin als „Kolowrat“ bekannte Fami­lie ist nur unter „Kolovraty“ (nn. 443, 468 und im Index) zu finden, der Graf von St. Georgen und Bösing als „von Svaty Jur und Bösing (Pezinek)“ (n. 140), mit der Indexnennung „Bösing ..., Graf von Svaty Jur“ (!). Vermißt werden Erläuterungen zu manchen seltenen Abkürzun­gen und Sachbezeichnungen wie „sß“ (n. 93, = Schock), „9 Kornetts Reiterei“ (n. 288, = Fähnlein), „Lehensmajestat auf das Fürstentum Trop- pau“ (n. 297), „Primas“, „Primator“ (nn. 419, 421, = Vorsteher?; bei Ha­berkern-Wallach „Judenmeister“), „... daß der Generalstab des Grafen Hatzfeld und das Gepäck des Feldmarschalleutnants Mercy ... verlegt wird“ (n. 595). Im Belegexemplar ist Blatt 117/118 doppelt eingebunden. Reihe B II A, 42: In diesem Bande erfahren die Aktenauszüge aus der Alten Registratur des ständischen Archivs, mit denen in Band B II A, 41 begonnen wurde, eine Fortsetzung. Es werden Linzer Betreffe aus den Untergruppen D XV/4, 5 (Ständisches Bau- und Wirtschaftswesen und Theatersachen 1802—1812, nn. 20057—20192, S. 1—119), E IV (Anstellung der Beamten 1791—1804, nn. 20193—20198, S. 120—124), E XII (Jurisdiktion, ex 1808, nn. 20199, S. 124 f), F I—F IV/2 (Feindliche Einquartierungen, Kontribu­tionen und Lieferungen betreffend 1800—1810, nn. 20200—20235, S. 125— 150), F V/2 (Spitalsachen 1806—1810, nn. 20236—20237, S. 150) und G VII (Freihäuser und freie Gülten 1791—1811, nn. 20238—20247, S. 151— 158) geboten. Zahlenmäßig dominieren also die Quellen über das ständi­sche Theater und das mit diesem verbundene Kasino. Inhaltlich von be­sonderer Bedeutung sind die Nachrichten über die Neugestaltung des Stadtbildes im Bereich des Landhauses (Promenade) und die Auswirkun­gen der napoleonischen Kriege. Der in gewohnter Sorgfalt gearbeitete Band ist durch einen Sach- und Namensweiser einwandfrei erschlossen. Man sucht in diesem allerdings vergeblich die übliche Schreibweise für Zuchtpferde, Beschälhengste, sondern findet — wie im Text von Regest nn. 20245 bis 20247 (S. 155 ff) — zahlreiche andere Schreibvarianten („Be­schallhengste bzw. -pferde“, „Beschellerer“, „Beschallerer“ usf.). „Loosdorf bei Baden“ (n. 20098, S. 44) müßte richtig „Leesdorf“ heißen. Im Belegexemplar ist Seite 92 infolge schwacher Typen nur schwer lesbar. Reihe B VIII, 1—2: Von zwei Arbeitsgruppen wurden die Wilheringer Archivbestände an Ort und Stelle im Sommer 1962 bzw. 1964 auf Linzer Betreffe durchge­sehen. Da das Archiv in Neuordnung befindlich ist, ergaben sich Schwie­rigkeiten hinsichtlich der vollständigen Erfassung, aber auch der Signa­

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