Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18. (1964/65)

PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

662 Archivberichte Bis 1740 sind solche Titel an bürgerliche Künstler und Kunsthandwerker zahlreich verliehen worden. Seit 1741 wird allen diesen Leuten ihre Arbeit bezahlt. Daher befürwortet das Obersthofmeisteramt diese Bitte, da es sich nicht um Verleihung einer Hoffreiheit handelt. Res.: placet, solle sich aber reversiren, niemahl keine Gage, noch quartier zu begehren. f. 119 v —122 v. 625 1761t März 20, Wien. Ehrendekret für den bürgerl. Gold- und Perlen-Sticker Peter Anton Dürckes zum unbesoldeten Hof-Gold- und Perlen-Sticker. f. 123 v—125 r. 626 176i April U, Wien. Joseph Fellner, Hofgärtner im k. k. Lustschloß Belvedere, hat zur Behei­zung der Gewächshäuser sowie seiner und dessen Gesellen Wohnung bereits 12 Klafter Brennholz verbrannt und bittet um weitere 3 Klafter Tannen- und zwei Klafter hartes Scheiterbrennholz. Res.: Es ist ein so kleiner Winter gewesen, daß Niemanden kein Holz mehr zu passieren ist. f. 136 v — 137 v. 627 176U Mai 9, Wien. Johann Spenckuch, Tapezierergeselle, erhält ab 1. Mai 1764 die Stelle seines Bruders Joseph (siehe nr. 604) als Hoftapezierergeselle gegen einen Taglohn von 25 Kreuzer angewiesen. f. 161 v — 162 r. 628 17 6 U Mai 12, Wien. Bartholomäus Weiß, erster Hoftapezierergehilfe, erhält die durch den jüngst erfolgten Tod des Johann Peter Tratter vakant gewordene Hofuntertape­ziererdienste und die damit verbundene jährl. Hofbesoldung von 350 Gulden ab 1. Mai 1764 als dritter Hofuntertapezierer angewiesen. f. 160 r. 629 176U Mai 12, Wien. Joseph Spenckuch, Tapezierer in Taglohn bei Hof, erhält die Stelle des ersten Hoftapezierergehilfen Bartholomäus Weiß ab 1. Mai 1764 als Hof­tapezierergehilfe mit jährl. 240 Gulden Hofbesoldung angewiesen. f. 160 v. 630 176U Mai 28, Wien. Joseph Hermann, Hoftapezierergeselle, im April in Frankfurt am Main bei der römischen Königskrönung verstorben, unter Hinterlassung der von Cronstädt, als Eigentümerin des Hauses, wo sich das röm. kaiserl. Haupt­quartier befand, gelegten sämtlichen Krankheits- und Begräbniskosten von 68 Gulden 3 Kreuzer. Der Oberstkämmerer fragt an, ob dieser Betrag aus der „Reise Spesierungs-Cassa“ oder durch das geheime Kammerzahlamt verabfolgt werden soll. Res.: aus der Speesirungs Cassa, f. 189 r — 190 v. Zahlungsanweisung erfolgte am 30. Mai 1764. f. 190 v, 191 r. 631 1761t Juli 16, Wien. Oberhofarchitekt Nicolaus Paccassi u. a. werden zur Kommissionierung des kgl. böhm. und österr. Hofkanzleigebäudes, zwecks Unterbringung von Be­amten der Hofsteuer-Commission und der Obersten Justizstelle herangezogen. f. 219 v — 222 v. Urgenz des Gutachtens vom 23. September 1764. f. 299 v — 301 r. Gutachten Paccassis u. a. vom 28. September 1764, f. 305 v — 308 v. sowie Resolution v. 3. Okt. 1764. f. 323 r — 325 r.

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