Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18. (1964/65)
PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780
658 Archivberichte 593 1761 November 1U, Wien. Der Generalbaudirektor erteilt die Auskunft über Bernhard Hügel, gewesener Zimmerwärter und Gärtner, versah in den Sommermonaten die Gartenarbeit im Schloß Halbthurn und wurde von der Hofbaudirektion besoldet und im Winter wieder entlassen. Da H. altershalber und gebrechlich ist, soll er nunmehr seine jährl. Besoldung von der k. k. Herrschaft Ungarisch- Altenburg erhalten. f. 411 v — 412 v. 594 1761 November 25, Wien. Matthäus Flader, Hofuntertapezierer, seit 1757 auch Vertreter des Hausinspektors der k. k. Häuser in Wien auf der Bastei, dortselbst wohnhaft, bittet um den Holz- und Lichtbeitrag. Res.: Placet. f. 532 r — 533 v. 595 1761 November 28, Wien. Matthäus Flader, Hofuntertapezierer und vertretender Inspektor bei den k. k. Basteihäusern in Wien, erhält auf seine Bitte, ein jährl. Deputat von je 5 Klafter Buchen- und Tannenholz bewilligt. f. 558 v — 559 r. 27. Hofparteienprotokoll 1762. 596 1762 Jänner 23, Wien. Das Hofbauamt, dem bereits 6 Klafter Tannenholz zum Gipsbrennen für die Stukkaturarbeit der Galerie im Schloß Schönbrunn bewilligt wurden, bittet zu diesem Zwecke um weitere 20 Klafter Holz, die auch für Vergolderarbeiten notwendig sind, um bis zur Ankunft des Hofes die Arbeiten im vollkommen trockenem Zustand zu versetzen. f. 671 r v. 597 1762 Jänner 25, Wien. Bewilligung des Holzes zum Austrocknen der Stukkatur- und Vergolderarbeiten im Schloß Schönbrunn. f. 673 v, 674 r. 598 1762 Jänner 30, Wien. Joseph Fellner, Hofgärtner im k. k. Lustschloß Belvedere, bittet zu den bisherigen 22 Klafter Brennholz zur Heizung der Orangerie, Glas- und Treibkasten, um weitere 8 Klafter Brennholz. Placet vor heuer. f. 677 v, 678 r. Dekret an das Hofkontrolloramt vom 1. Februar 1762. f. 690 r. 599 1762 März 5, Wien. Joseph Rausch von Traubenberg, Sohn des Galerie-Inspektors und Kammermalers Johann Martin Rausch von Traubenberg wird, ohne Titelverleihung, um in allen und jeden seinem alten Vater bei der Galerie vorfallenden Arbeiten behilflich zu sein, ab 1. Februar 1762 jährl. 100 Gulden angewiesen. f. 728 v. 600 1762 Juni 3, Wien. Anna Gertrud Heinitzin, mittellose Kammermalerswitwe, bittet um Verlängerung der Pension von jährl. 100 Gulden auf weitere 2 Jahre. Res.: placet, ad dies vitae. f- 841 r v. 601 1762 Juni 7, Wien. Anna Gertrud Heinitzin, Hof- und Kammermalerswitwe, 68 Jahre alt und mittellos, erhält auf Lebensdauer eine jährl. Pension von 100 Gulden angewiesen. f. 848 r.