Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 16. (1963)

PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

478 Walter Pillieh ein Maler gegen Taglohn beschäftigt und daher in Schulden geraten, bittet um ständige kaiserliche Besoldung. Der kaiserl. Musikdirektor bestätigt diese Angaben (siehe nro. 309) und schlägt für den verheirateten Anton Galli Bibiena eine monatliche Besoldung von 100 Gulden vor. Placet: Der erste Theatral-Ingenieur Joseph B. erhält 2500 Gulden und der zweite Theatral-Ingenieur Anton B. soll 1200 Gulden jährlich Besoldung erhalten. f. 449 v — 502 v. 342 1725 Jänner H, Wien. Pabius Zily, Kammerdiener des kaiserlichen Musikdirektors Pio di Savoia, um Exspektanz auf die Dienste des kaiserl. Theatral-Inspektors Vitali, je­doch ohne Besoldung, bis zur wirklichen Dienstleistung. Obwohl Vitali schon 70 Jahre alt war, soll damit aus verschiedenen Gründen noch zugewartet werden. f. 501 v — 505 v. 343 1725 Jänner 18, Wien. Dekret für Wenzel von Streitberg, Truchseß und königl. böhmischer Schatz­meister, als wirklicher kaiserlicher und königlicher Vorschneider. f. 509 r — 510 v. 344 1 725 Jänner 18, Wien. Wenzel von Streitberg, kaiserl. Vorschneider, erhält vom Tag der Eides­ablegung jährlich 360 Gulden Besoldung, worüber der Hofkontrollor die Verordnung auszufertigen hat und die Besoldung als Truchseß einzustellen ist. f. 511 v. 345 1725 Februar 5, Wien. Johann Baptist Vitali von Löwenfeld, kaiserl. Theatraladjunkt, wird mit seinem Ansuchen um Besoldungsverbesserung von jährlich 800 auf 1200 Gul­den abgewiesen. f. 528 v. 346 1725 März 9, Wien. Paul Schmid, wird an Stelle des am 31. Dezember 1724 verstorbenen Joanni Rochi de la Rovere als Kammerkristallschneider mit einer jährlichen Be­soldung von 400 Gulden und wöchentlich drei Gulden 40 Kreuzer Kostgeld ab 26. Februar 1725 aufgenommen. Sch. hat hiefür in allen kaiserl. Hof­zimmern in der Stadt und den Lustgebäuden sämtliche Spiegel, kristallene Hänge- und andere Leuchter zu reinigen, reparieren und im guten Stand zu erhalten. Ebenso hat Sch. neue Spiegel, Kristall- und andere Leuchter und einschlägige Kristall- und Steinschneidearbeiten, wozu ihm das Mate­rial beigestellt wird, kostenlos herzustellen. Auch um die Beschaffung gro­ßer Kristallgefäße aus den Fabriken und Mühlen habe er sich zu kümmern. Der Hofkontrollor hat die Besoldungsverordnung auszufertigen und wegen des Kostgeldes habe sich Sch. selber zu kümmern. f. 546 v — 547 v. 347 1725 April 9, Wien. Johann Drewes, früher Kammergoldarbeiter der Witwe nach König Karl II. von Spanien, 70 Jahre alt, bittet um jährliches Almosen. Erhält auf den Beschluß der am 27. Februar erfolgten Verabredung zwischen dem Oberst­hofmeister und dem Hofkammerpräsidenten 50 Gulden Almosen, welches der Hofkontrollor anzuweisen hat. f. 623 r. 11. Hofparteienprotokoll 1725—1727. 348 1725 Juli 10, Wien. Anna Maria della Rovere, Witwe nach den am 31. Dezember 1724 verstor­benen Joannis della Rovere, kaiserl. Kammerkristallschneider, mit 4 minder-

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