Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 13. (1960)
PILLICH, Walter. Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780
Rezensionen 593 register in verschiedenen Ländern gewidmet, die einen guten Überblick über Umfang, Entstehungszeit und Inhalt dieser so wichtigen Quellenkategorie geben: H. Jäger-Su nstenau, „Die pfarr- und standesamtlichen Register in Österreich“ (Seite 3—14), F. Endrényi, „Les registres paroissiaux et d’état civil en Hongrie“ (S. 15—22), I. Comanescu und Gh. Ungureanu, „Les registres paroissiaux et d’état civil de la Répu- blique populaire roumaine“ (Seite 23—29), St. Rosiak, „Les registres paroissiaux et d’état civil sur les territoires de la Pologne“ (Seite 31—36), H. Jorgensen, „Les registres paroissiaux et d’état civil au Dänemark“ (Seite 37—41), F. M i c h a 1 s e n, „Church registers in Norway“ (Seite 43 bis 53), A. 0 j a, „Finnlands Bevölkerungsregister“ Seite 55—59), G. V a u c h e r, „Registres paroissiaux et d’état civil dans la Confédération suisse“ (Seite 61—77), P. W a 1 n e, „Parish registers and the registration of the births, marriages and deaths in England and Wales“ (Seite 79 bis 53), A. Oja, „Finnlands Bevölkerungsregister“ (Seite 55—59), bis 94), E. L o d o 1 i n i, „Los libros parroquiales y de estado civil en America Latina“ (S. 95—113), und I. K a r a m a n, „Protection of old parish registers on the territory of Federative People Republic Yugoslavia“ (Seite 115—116). — Weitere Beiträge sind eine Beschreibung des neuerbauten Depots des Stadtarchivs Delft (D. P. Oosterbaan, „Le dépót des Archives communales de Delft“ (S. 117—118 mit Abbildung), eine Abhandlung über das Reinigen von Archivalien (W. J. B a r r o w, „Cleaning of documents“, Seite 119—123) und über die Bildung und Betreuung von Werksarchiven (C. G r o e n e v e 1 d, „The making and administration of archival accumulations of private business, concerns, societies, foundations and similar bodies“, Seite 125—132). — Den 2. Teil des Bandes nimmt die „Bibliographie analitique Internationale“ ein, mit den Archivwissenschaft und Archive betreffenden Fachpublikationen des Jahres 1957 und Nachträgen zur in früher erschienenen Bänden des „Archivum“ publizierten Bibliographie seit 1945 (insgesamt 813 Titel). Otto Friedrich Winter (Wien). Rivista storica italiana. Rivista Storica italiana Jg. 71, 1959, Bd. II (174 Seiten) u. Bd. III (167 S.) mit Beiträgen von Emilio Gabba, Eugenio Garin, Franco Guerello, Franco Venturi, Giorgio Falco, Gaetano A r f e, Ruggero M o s c a t i, Enrico Serra, Alexander Gerschenkorn u. a. Ungeachtet ihrer unbestrittenen kulturellen Überlegenheit, war die Herrschaft über die Ökumene nicht den Hellenen, sondern den Römern zugefallen. Für diese offenkundige Diskrepanz wird von den griechischen Geschichtsschreibern immer wieder eine Erklärung gesucht, die nach der jeweiligen Einstellung des einzelnen Autors zum Imperium sophistisch unklar oder wie bei Dionys von Halikarnass, der in den Römern ursprüngliche Hellenen sehen will, verblüffend einfach ausfällt. Emilio Gabba hat großzügig und mit stilistischer Brillanz in dem Aufsatz „Storici Greci dell’impero Romano da Augusto ai Severi“ die verschiedenen Richtungen, unter den sich mit der Geschichte Roms befassenden Griechen zu analysieren versucht. Der von Dionys von Halikarnass bis Cassius Dio reichende Bogen ist im Verhältnis zu einem lediglich 20 Druckseiten umfassenden Mitteilungen, Band 13 38