Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 13. (1960)

PILLICH, Walter. Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

590 Literaturberichte Erklärungen im Personen-, bzw. Ortsnamen- und Sachregister der Ausgabe finden. Die textkritischen Anmerkungen sind in den Fußnoten (mit kleinen Buchstaben bezeichnet). Die Bezugnahme zwischen dem den Inhalt der Punkte kurz zusammen­fassenden Kopftitel und dem publizierten Text weist auf die Vorgeschichte hin. Nach dem Text — in dem Kommentarteil —, weist man auf die Folgen hin (spätere, weitere Sitzungen des Minister rates). In diesem Teil der Ausgabe können wir Hinweise auf die bezüglichen Teile der gleichzeitigen österreichischen und gemeinsamen Sitzungsprotokolle finden. Die Ausgabe gibt die genaue Definition, wie man (mit welcher Signa­tur) die einzelnen Fragen zitieren kann. Das ist deswegen sehr wichtig, weil die Eintragungsnummern der aus Wien zurückkommenden Protokolle un­terbrochen waren. Die Publikation wird von sieben Tabellen ergänzt, die die Teilnahme der Minister an den Sitzungen und die in den deutschen Übersetzungen der Protokolle vorkommenden, vom König oder seiner Umgebung stammenden Unterzeichnungen und die Gestaltung des Geldbedarfes der Mobilisierung der Monarchie zeigen (von 1. Aug. 1914. — Okt. 1917.). In der Zeit des ersten Weltkrieges waren die Probleme und die inne­ren Konflikte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie bis zum Explo­dieren gespannt; sie zeigten sich in immer schärferer Form. Diese Lage spiegelt sich in den Protokollen wider. Die Protokolle bringen ein Gesamt­bild von der Lage des ungarischen Teiles der Monarchie und von der Regie­rungskrise, die dem Zusammensturz voranging. Die Ausgabe können nicht nur die ungarischen, sondern auch die österreichischen Archivare und Historiker mit Gewinn anwenden. István K á 11 a y (Wien). Sozialgeschichte Munkások és parasztok mozgalmai Magyarországon (Arbeiter- und Bauern­bewegung in Ungarn) 1849—1867. Iratok, összegyűjtötte és szerkesztette Sashegyi Oszkár. (A Magyar országos levéltár kiadványai. II. For­ráskiadványok. 6). Akadémiai Kiadó, Budapest 1959. 534 S. 8. Der ungarische Archivar und Historiker Dr. Oskar Sashegyi, dem schon ein ausgezeichnetes Werk in deutscher Sprache über „Zensur und Geistes­freiheit unter Joseph II.“ zu danken ist1), legt in der Reihe der Quellen­ausgaben des Ungarischen Staatsarchivs bisher unbekannte Materialien zur Geschichte der Arbeiter- und Bauernbewegung in Ungarn aus der Zeit zwischen dem Freiheitskampf von 1849 und dem Ausgleich von 1867 vor, wobei das Hauptgewicht der Auswahl auf die Unterstreichung des harten Daseinskampfes der Arbeiter und Bauern in jener Epoche gelegt wird. An der Hand geschickt zusammengestellter Akten zeigt der Herausgeber die zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsbewegungen auf, die in diesen Jahrzehnten des Übergangs zu einer neuen Gesellschaftsordnung den Weg >) Siehe: Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs. 12. 1959, S. 529 bis 534.

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