Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 13. (1960)

PILLICH, Walter. Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

Rezensionen 579 gest angegeben. Von besonderer Wichtigkeit erwiesen sich die Ratsproto- kolle '.ab 1576), noch sind auch andere Bestände (Urkunden. Stadtkammer­amtsrechnungen, Erbschaftssachen, Betbriefe, Brief protokoll, Schuldforde­rungen u. a. m.) reichlich vertreten. Im Inhalt spiegeln sich die engen Beziehungen der beiden Städte als Angehörige der Städtekurie, im Wirt­schaftsleben und durch bevölkerungsmäßige Verflechtung eindrucksvoll wider. Das Register wird zusammen mit den abschließenden Bänden die­ser Reihe erscheinen. Linzer Regesten aus dem Starhembergischen Archiv, Handschriften, bearbeitet von Dr. Erich Hillbrand. Die Benützung des im oberösterreichischen Landesarchiv unter Vor­behalt des Eigentumsrechtes verwahrten starhembergischen Archivs war infolge ungeklärter Rechtsverhältnisse lange Zeit nicht möglich. Schon das hier vorliegende 1. Ergebnis, die Bearbeitung der Handschriften, zeigt die Wichtigkeit dieser Quelle für die Linzer Stadtgeschichte. Als prominentes Mitglied des Herrenstandes ob der Enns, als reichbegüterter Nachbar und als Besitzer von Freihäusern in Linz selbst hat die Familie Starhemberg mannigfache Beziehungen zu Linz aufzuweisen. Die beiden besprechenden Bände (B II K 1, Regest Nummer 1—433 aus den Jahren 1369—1600, und B II K 2, Regest Nummer 434—790, aus den Jahren 1600—1845), denen ein Registerband folgen wird, sind inhaltlich reich differenziert: Man fin­det Handwerksordnungen und behördliche Patente ebenso wie Streitfälle verschiedenster Art, Erbschafts- und Schuldensachen, aber auch wichtige Angaben zur Reformationsgeschichte und zur Bauernerhebung von 1626, um nur einiges herauszugreifen. Einige Auszüge weisen einen beträcht­lichen Umfang auf, so Nummer 26 (Gerichtsordnung der Stadt Linz, 1545 September 1, Seite 16—40), Nummer 372 (Feuerordnung 1592/3, Seite 228—241), Nummer 409 (Erbschaftsprozeß der Rumpffentoblerischen Er­ben, 1584—1598, Seite 259—283), Nummer 410 (Pauschpeggische Schul­den, 1583—1598, Seite 283—292), Nummer 460 (Einzug König Matthias’ in Linz, 1609 Mai 17, Seite 326—335), Nummer 529 (Schreiben der Stände an ihre Gesandten in Wien bezüglich des Bauernaufstandes, 1626 Juni/Juli, Seite 360—375) und Nummer 553 (Beschreibung eines Festschießens auf der Schießstatt zu Linz, 1661 November 9, Seite 403—427). Die meisten Angaben beziehen sich auf den Zeitraum von 1550—1630 (Regestennummer 32—-539). Bei Regest Nummer 5, Seite 3, fehlt die Jahreszahl. Linzer Regesten aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien, bearbeitet von Dr. Otto Friedrich Winter. Dieser Band ist das Ergebnis der „Nachlese“ in 16 Beständen des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, die der unterfertigte Rezensent, der bei Bespre­chung des Bandes C III A 2 (in den Mitteilungen des österreichischen Staatsarchivs, Band 9, 1956, Seite 628) festgestellt hatte, daß es noch in zahlreichen Beständen, bei denen man dies zunächst nicht vermuten würde, Linzer Betreffe gebe, über Ersuchen der Redaktion der „Linzer Regesten“ vornahm (575 Regesten aus den Jahren 1415 bis 1664). Der Inhalt ist dem­entsprechend mannigfaltig; neben ganz unerwarteten Details zur Stadt­geschichte ergeben sich namentlich für die Beziehungen des Herrscher­37*

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