Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 13. (1960)

VESELINOVIC, Rajko L.: Die „Albaner“ und „Klimenten“ in den österreichischen Quellen zu Ende des 17. Jahrhunderts. Historisch-geographische und ethnographische Abhandlung

230 Rajkó L. Veselinovic verkehrt. In der österreichischen Historiographie wurde nicht von 20.000 Serben oder Albanern (Ratzen oder Albense r) gesprochen, wie es in der Quelle stand, sondern von 20.000 Albanern (Gerba). In der ser­bischen Historiographie wurde die Sache infolge des ungeklärten Pro- blemes, wer die Albaner und wer die Klimenten in den österreichischen Quellen vom Ende des 17. Jahrhunderts seien, auf diese Weise vereinfacht, daß man den Quellenpassus 20.000 Serben oder Albaner mit den Worten Serben und Albaner übersetzte. So kam es zum Albaneraufstand 1689/90 auf dem Amselfeld und in Altserbien, obgleich im ganzen Serbien und Makedonien zehn Jahre vor Heglnn der Volkserhebungen es insgesamt nur 221 römisch-katholische Albanerhäuser gab.

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