Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 12. (1959)
PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1638–1780
Rezensionen 525 bereitung für die Dogmatisierung dieses Glaubenssatzes zu werten ist2. Abgesehen von diesen Einwänden aus österreichischer Sicht ist aber das Buch von Haies als glänzend geschriebene und von wirklichem Verständnis für die Tragik Pius IX. erfüllte zusammenfassende Schilderung von dessen Beziehungen zu Risorgimento und Liberalismus auf jeden Fall be- achtens- und lesenswert. Herzog Bodo, Die deutschen U-Boote 1906—1945. J. F. Lehmann, München 1959; derselbe: Die deutschen U-Bootserfolge im Handelskrieg 1914—1917: Die Erfolge der Flotten-U-Boote 1914—1917; Die Erfolge der UB-Boote 1914 —1917; Die Erfolge der UC-Boote 1914—1917, in: Marine-Rundschau 1958, S. 83—86, 137—140, 203—207; derselbe: Die Erfolge der deutschen U-Boote im Handelskrieg 1914—1917 (1918), in: Marine-Rundschau 1958, S. 258—261; derselbe: Die Erfolge der österreichisch-ungarischen U-Boot-Waffe im Ersten Weltkrieg, in: Marine-Rundschau 1959, S. 164—168. Seit 1950 arbeitet Bodo Herzog daran, die bei den verschiedenen Autoren stark abweichenden statistischen Angaben über den deutschen U-Bootkrieg zu überprüfen und zu einigermaßen sicheren Ergebnissen zu gelangen. Er beschränkt sich hiebei zunächst auf die Zeit bis einschließlich 1917, da die Bearbeitung des deutschen Seekriegswerkes (Der Krieg zur See 1914—1918: Der Handelskrieg mit U-Booten, Bd. I-—IV von K.-Admiral Spindler; davon Band IV während des zweiten Weltkrieges verboten) und überhaupt die Auswertung der Akten des deutschen Marinearchivs nur bis zu diesem Zeitpunkt gediehen sind. Nachdem Verf. seine Ergebnisse getrennt nach Flotten-U-Booten, UB- und UC-Booten veröffentlicht hatte, wobei jeweils zur Einleitung kurze Angaben über Entwicklung und Einsatz der Typen vorausgeschickt wurden, stellte er in dem Aufsatz „Die Erfolge der deutschen U-Boote im Handelskrieg 1914—1917 (1918)“ seine eigenen zahlenmäßigen Ergebnisse, nach Monaten geordnet, mit den bisher veröffentlichten Angaben zusammen. Daß Herzogs Zahlen unter allen die niedrigsten sind, spricht wohl für die Gewissenhaftigkeit seiner Untersuchungen. In seinem Buch „Die deutschen U-Boote 1906—1945“ will Verf. einen Überblick über die Entwicklung und Leistungen der deutschen U-Bootswaffe in beiden Weltkriegen geben. Die Einführung bringt ganz knapp unter Verwendung der vorher erschienenen Aufsätze die wichtigsten technischen und historischen Angaben. Es folgt eine Liste der deutschen Boote des ersten Weltkrieges, die sich auf Angaben über Type, Größe und Bauwerft beschränkt. Sehr interessant sind dann 40 Abbildungen von Booten mit kurzen Erläuterungen zu dem jeweils dargestellten Fahrzeug. Es folgt — als Ergänzung zum Seekriegswerk — genaues statistisches Material über das Jahr 1917. 2) Vgl. Taras von Borodajkewycz, Die Kirche in Österreich, in Nadler-Srbik, Österreich, Salzburg-Leipzig 1936, S. 291, und neuestens Anna Coreth, Pietas Austriaca, Wien 1959, S. 43 ff. Erika Weinzierl-Fischer (Wien).