Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 10. (1957)

SANTIFALLER, Bertha – SANTIFALLER, Leo: Urkundenregesten der Archive Ladiniens bis zum Jahre 1500

20 Bertha und Leo Santifaller gezinst werden. An den Hof Vntter Vffletta grenzen gegen Morgen der Gemeindeweg und die Baurecht Ober Vffletta, gegen Mittag und gegen Abend Pyllen und die Gemeinde, gegen Mitter­nacht der Gemeindeweg und Obrer Vffletta; zu dem Hof gehört eine Wiese auf Kasatzes gelegen, an die gegen Morgen Santi- fallers Wiese namens Codes, gegen Mittag die Wiese von Petza, gegen Abend eine Wiese Settor genannt, die in den Hof Rungk gehört und die Gemeinde, gegen Mitternach die Wiese von Pyllen grenzen. Die beiden Kirchpröpste verlangen, dass eine Urkunde ausgestellt werde, die das Rechtsgeschäft bestätigen soll. Die Verwandtschaft nimmt die 5y2 Pfund P. aus dem Hof Vntter Vffletta und übergibt sie den beiden Kirchpröpsten, welche sich verpflichten, die beiden Seelenmessen „ewiglich“ lesen zu lassen. — Zeugen: Peter Gerber, Hanns dessen Sohn, Blasig von Cal- metzan wirdt zu Orteseidt. — Siegler: Hanns von Ortiseidt Pfleger im Ried im Wanger Gericht. — Orig.Perg. 1 S. an Perg. Str. — Vgl. bei Tarneller über die Höfe Vntter Vffletta, Obrer Vffletta = Uletta n. 1533; Pyllen O.Ur, Piliwirt n. 1443; Rungk n. 1471. XV. SANCT JACOB IN GRÖDEN. Kirchenarchiv. 231. (1) 1246, Rom. Ablaßbrief für die s. Jacobskirche, heute nicht auf­findbar. Nach Vian scheint die Urkunde 1864 noch vorhanden gewesen zu sein (Groden, der Grödner und seine Sprache. Bozen 1864, J. Wohlgemuth, S. 19). In den Archiv-Berichten 1, 1888, S. 106 und anschließend bei Atz-Schatz (Der Deutsche Anteil des Bistums Trient 3, 1905, S. 294) wird sie als nicht mehr vor­handen bezeichnet. 232. (2) 1354 Februar 12, S. Cristina in Gröden. Martinus quondam Mar­tini de Crepa verkauft dem Jacob und dessen Gattin Aleita einen Zehent. — Orig. Notar. Instrum, (heute nicht auffindbar). Regest: Archiv-Berichte 1 n. 354. 233. (3) 1393 April 13. Minig Delacord von Runcaditsch verkauft den Pröpsten von St. Jacob Gilte vom Gut Mezavia an Gremedig zu deutsch geheissen „der hochfertig“ in St. Jacobs Mulgrey. — Orig.Perg. 1 S. des Jacob des Rusetzer. (heute nicht auffindbar). — Regest: Archiv-Berichte 1 n. 355; Stolz, Die Ausbreitung des Deutschtums 4, S. 282. 234. (4) 1442 Mai 12. Der Vikar des Bischofs von Brixen stellt den Weihebrief der drei Altäre von St. Jacob aus. — Orig.Perg. 1 S. (heute nicht auffindbar). Regest: Archiv-Berichte 1 n. 356.

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