Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 8. (1955)

KRAUS, Wilhelm: 10 Jahre Österreichisches Staatsarchiv 1945–1955

Österreich 239 G(en)StA. = Generalstaatsarchivar prov. = provisorisch HHStA. = Haus-, Hof- und RFr. = Reinigungsfrau Staatsarchiv StArch. I/II = Staatsarchivar I. HKA. = Hofkammer archív bzw. II. Klasse HR. = Hofrat VA. = Verkehrsarchiv IfÖG- = Institut für öster- VB. = Vertragsbedien­reichische Geschichts- stete(r) forschung Veröff. = Veröffent­KA. = Kriegsarchiv lichung(en) KDir. = Kanzleidirektor w. = wirklich K(0)0. = Kanzlei (ober) offizial 1. Organisation. Das nach der Befreiung Österreichs alsbald eingeleitete Wiederaufbau­werk der provisorischen österreichischen Staatsregierung schuf mit dem Behörden-Überleitungsgesetz vom 28. Juli 1945, StGBl. Nr. 94/1945, die Grundlagen für den Wiederaufbau der österreichischen staatlichen Behör­denorganisation. Auf Grund des § 10 dieses Gesetzes wurde das „Öster­reichische Staatsarchiv“ errichtet, in dem das Haus-, Hof- und Staatsarchiv = Staatsarchiv I, das Staatsarchiv für Inneres und Justiz = Allgemeines Verwaltungsarchiv, das Hofkammer- und das Finanzarchiv = vereint als Finanz- und Hofkammerarchiv, und das Kriegsarchiv == Staatsarchiv II zu einem einheitlichen neuen Organisationskörper mit einheitlichem Per­sonalstatus zusammengeschlossen wurden; als dessen Leiter wurde der Vorstand des Institutes für Österreichische Geschichtsforschung, Universi­tätsprofessor Dr. Leo Santifaller bestellt. Wurde damit einerseits der Ausgangspunkt einer neuen Entwicklung der österr. Archivorganisation geschaffen, so bedeutete dieses Gesetz andererseits gleichzeitig auch den Abschluß und die Erfüllung von Wün­schen und Bestrebungen, die auf ein rundes Vierteljahrtausend zurück­gingen und trotz Nichtrealisierung immer wieder in verschiedenen Formen faßbarer Berichtsgegenstände wie Benützung, Entlehnungen, Archivtätigkeit u. a. begründet waren. Es wurde wohl versucht, diese Verschiedenheiten durch nachträgliche Erhebungen auszugleichen, doch gelang dies nicht mehr in vollem Umfang. Ferner wurden noch herangezogen die in den „Mitteilungen des ÖStA.“ er­schienenen Aufsätze von: J. Seidl: Das Österr. Staatsarchiv; in: 1/1948. — L. Santifaller: Eröffnungsansprache anläßlich der Eröffnung des 1. österr. Archivtages in Wien, 21.—24. 9. 1949; in: 2/1949, S. 75 ff. — Archivberichte anläßlich der 2. und 3. Konferenz der österr. Archivleiter am 17./18. 10. 1950 und 6./7. 5. 1952 in Wien; in: 4/1951, S. 249 ff. und 5/1952, S. 313 ff. Endlich L. Santifaller: Das Österreichische Staatsarchiv; in: Studi e testi, 165/1952. Der Bericht reicht von Mai 1945 bis Mai 1955, doch wurde er in einzelnen Punkten und Teilen, insbesonders bei den Personallisten und den wissenschaft­lichen Arbeiten, nach Möglichkeit bis zum Stand während der Drucklegung er­gänzt um ihn darin nicht schon von vornherein überholt erscheinen zu lassen.

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