Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 5. (1952)

HAUPTMANN, Ferdinand: Österreich-Ungarns Werben um Serbien 1878–1881

Österreich-Ungarns Werben um Serbien 1878—1881 227 gefragt auf drängen und wenn er verlangt würde, so weiß ich auch nicht, über welche Mittel wir verfügen könnten, um den Interessen Österreichs in jenen Ländern förderlich zu sein...“ (Windelband, a. a. 0., S. 220f.). 7e) Herbert an Haymerle. Belgrad, den 8. V. 1880 (Serbien 1880). 80) Herbert an Haymerle. Belgrad, den 1. XI. 1880 (Serbien 1880). 81) Bismarck und Haymerle, a. a. O., S. 724. 82) cf. Anm. 73. 83) Die österreichischen Diplomaten betrachteten damals Berlin als „Be­obachtungsposten für Rußland“ (Privatschreiben des Freiherrn von Pasetti an Kállay. Berlin, den 9. VIII. 1880) und sprachen von einer momentanen Verstär­kung des „russischen Windes“ (Privatschreiben Kállays an Kálnoky. Wien, den 6. IX. 1880 — beides s. Nachlaß Kállay I). 84) Herbert an Haymerle. Belgrad, den 8. V. 1880 (Liassen Serbien I). 85) Haymerles Notiz über eine Unterredung mit dem Fürsten von Serbien am 13. IX. 1881 (Verhandlungen 1881—1886). 8e) Résumé einer Unterredung des Freiherrn von Haymerle mit dem Für­sten von Serbien. Wien, den 15. IX. 1880 (ibidem). 87) Ibidem. 88) Legations-Sekretär Pinter an Haymerle. Belgrad, den 30. VIII. 1880 (Serbien 1880). 89) Herbert an Haymerle. Belgrad, den 27. VII. 1880 (ibidem). 90) cf. Anm. 86. 91) Jo van ovié SI. a. a. O. Bd. II. S. 156 ff. 92) cf. Anm. 86; auch Ristic hatte sich bei einer anderen Gelegenheit ähnlich ausgedrückt. Erst aus dem österreichischen Rotbuch hätte er nämlich von der Verwendung Österreichs zugunsten Serbiens in Konstantinopel während der orientalischen Krise erfahren und er „bedauere unendlich, daß wir es seinerzeit nicht für passend erachtet hätten, unseren Schritten zu Gunsten Serbiens eine größere Publicität zu geben, da dies wesentlich dazu beigetragen hätte, das Land über unsere so freundschaftlichen Gesinnungen für dasselbe aufzuklären und einige hierselbst in dieser Beziehung herrschenden vorgefaßten Meinungen zu zerstreuen“ (Wrede an Andrássy. Belgrad, den 22. III. 1878 — Konsulat Belgrad 1878). 93) cf. Anm. 85. 94) cf. Anm. 84. 95) cf. Anm. 85. 90) Ibidem. 97) Ibidem. 98) Privatschreiben des Fürsten Milan an Haymerle. Belgrad, den 20. IX./ 2. X. 1881 (Verhandlungen 1881—1886). 99) Khevenhüller an Kállay. Belgrad, den 29. III. 1882 (Nachlaß Kállay II). 100) Herbert an Haymerle. Nis, den 4. I. 1880 (Serbien 1880). Es fällt auf, daß der Fürst nach dem Berliner Kongreß einundeinhalb Jahre verstreichen ließ, ohne seinem Wunsche Ausdruck zu verleihen. Nur einmal, im Februar 1879, als General Öernajev in Serbien aufgetaucht war, und als dies verschiedenen alar- manten Nachrichten Stoff gab, ließ der Fürst sich fast wegen dieser und ähn­licher Verbindungen mit Rußland bei Herbert entschuldigen; dieser schloß dar­aus, es sei „die Absicht des Fürsten Milan, uns über seine russischen Bezie­hungen gewissermaßen Rechenschaft abzulegen.“ Trotzdem glaubte Herbert damals noch an das Obwalten der russophilen Einstellung bei Milan (Herbert an Andrássy. Belgrad, den 2. II. 1879 — Serbien 1879) und dieser Eindruck wurde nur verstärkt, da der Fürst sich in der folgenden Zeit nach Nis zurückzog, sich wenig mit Politik befaßte und Österreich nur die Politik Ristic’scher Prä­gung spürte, die nicht immer den österreichischen Erwartungen entsprach. 15

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