Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 1. (1948)
SANTIFALLER, Leo: Quellen zur Geschichte des spätmittelalterlichen Ablaß- und Reliquienwesens aus schlesischen Archiven
Quellen zum Ablaß- und Reliquien wesen 39 von 1248 Oktober 30 nicht mit voller Sicherheit auf eine Urkunde geschlossen werden kann, denn „manche Ablaßbewilligungen sind niemals schriftlich aufgezeichnet worden“ (vgl. Paulus, Geschichte des Ablasses 1, S. 192). 4. 1248 Oktober 30. Bischof Thomas (I.) von Breslau verleiht zu Ehren des heiligen Märtyrers Eustachius allen, welche am Feste dieses Heiligen, sowie am Tage der Altarweihe dessen Altar in der St. Vinzenzkirche zu Breslau andächtig besuchen, je 40 Tage Ablaß und bestätigt einen Ablaß von 20 Tagen, welchen der Bischof (Andreas) von Masowien für denselben Altar erteilt hat. — „Saluti providentes animarum.“ Orig. Perg. (17-7 b X 7-6 h): Breslau Staatsarchiv, Rep. 67 n. 40. Kopie von 1487: Breslau Staatsarchiv, Rep. 135 D 90 b (Indulg. Reg.) fol. 33, (XXr) n. 23. Kopie von 1679: Oberglogau, Gräflich Oppersdorf fsches Archiv (K 12, 126). Kopie der 2. Hälfte des 18. Jahrh.: Breslau Stadtarchiv, Hs. Klose 104 fol. 88r. Auszug: Indulg.-Reg. fol. 5r (III 4), fol. 9r (XI 3, 6). Regesten: Schles. Reg. n. 685. Siegel an Perg. Str. abgefallen. 5. 1253 April 5, Perugia. Papst Innozenz IV. verleiht allen, welche die St. Vinzenzkirche der Prämonstratenser in der Diözese Breslau nach Ablegung der Beichte alljährlich am Kirchweihtag andächtig besuchen, 40 Tage Ablaß. Orig. südl. Perg. (33-5 b X 24 h): Breslau Staatsarchiv, Rep. 67 n. 44. Registerüberlieferung: fehlt. Kopie von 1487: Breslau Staatsarchiv, Rep. 135 D 90 b (Indulg.- Reg.) fol. 25, (XIP) n. 11. Kopie der 2. Hälfte des 18. Jahrh.: Breslau Stadtarchiv, Hs. Klose 104 fol. 84v.