Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)
Az 1809 évi utáni napló
Rechenschaft gelegt. Stadtrichter Santa 1 von Preßburg gefallt dem Kaiser. Seine Zufriedenheit über das Betragen dieser Stadt. Will es ihr auf eine Art öffentlich] bezeugen. Verschiedene Gedanken hierüber vereinigen sich darinn, daß der Kaiser einen Stein der Stadt Preßburg in seine Mauern setzen lassen sollte mit einer Innschrifft von wenig Worten, welche den Dank des Kaisers für ihr Betragen ausdrückte. Ich bin nicht dafür, weil sonst andere Städte ähnliche] Foderungen machen würden, sondern meyne, man soll der Stadt einen Ehrentitel geben und ihr darüber ein förml[iches] Diplom mit größerer Feyerlichkeit ausfertigen. Kaiser findet es recht und befiehlt mir, ihm darüber einen förml[ichen] Antrag zu unterlegen. Discours mit Kutschera, kein Freund der Kaiserinn. Beklagt sich über ihren Humor und Grillen, über ihre Veränderlichkeit. Sie hat geschrieben, daß sie sehr schlecht wieder ist. Kaiser gedenkt auf ihren Geburtstag hinunter zu gehen, um sie zu überraschen. Viele im Hause, welche die Flecken haben. Anstand deßwegen. Kaiser gehet erst am 4-ten nach Preßburg, weil die Couriere dahin so langsam gehen, mithin er sich die Pferde zu Relais nicht eher schaffen kann. Betragen der Preßburger. Kurtze Anrede des Magistrats, zu Fuß über die Brücke. Alles erwartete den Kaiser jenseits in grosser Menge, ausserordentliches] Vivatrufen. Sachsen, die raisonnirten, bald in die Donau geworfen worden. Illumination in Wienn. Dispute, ob Kaiser öffentlich] oder incognito ankommen soll, wider erstes und alles Gepränge, die Conditionen des schlechten Friedens; wider letztes die Meynung, die sich verbreiten könnte, man traue sich nicht nach Wienn zu gehen. Resultat medium. Kaiser ein Schreiben an Wrbna, worinn er ihm schreibt, daß er am 27-ten in Wienn eintreffen wird und sich alles Gepränge verbittet, setzt aber am Ende hinein, daß wenn die Wiener eine Illumination oder einen ähnl[ichen] Spaß machen wollten, so soll der Gr. Wrbna es ihnen bewilligen. Zum Glück ging der Courier 15 Stund. Gr. Wrbna bekam den Brief nur 3% Stund vor Ankunft des Kaisers und hatte nur Zeit eine Affiche herauszugeben, worinn er meldete, daß Kaiser noch diesen Tag ankäme und ihm entgegen zu fahren. Kaiser kam in hung[arischer] Uniform, hielten ihn Anfangs für mich. Freude der Wiener, alß sie ihn kannten, begleiteten ihn von den Linien bis hinein in grosser Menge unter beständigen Rufen. Beym Aussteigen tragen über Stiegen hinauf. Noch jetzt laufen sie ihm nach, wenn sie ihn sehen. Illumination. Am 29-ten nach St.-Stephan. Vivat-Rufen in der Kirche, schlechtes Wetter Sánta József városbíró.